02.01.2013 12:28
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Deutsche Anleihen verlieren nach Kompromiss im US-Haushaltsstreit

Starke Kursverluste
Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im US-Haushaltsstreit mit starken Verlusten in den ersten Handelstag des neuen Jahres gestartet.
Händler erklärten den schwachen Auftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,59 Prozent auf 144,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um sieben Punkte auf 1,38 Prozent.

    In den USA sei der Sturz von der Fiskalklippe "zunächst vermieden worden", sagte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Das Jahr 2013 hat am deutschen Anleihemarkt "im risk-on Modus begonnen". Allerdings sollte der in den USA erreichte Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die US-Politik noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.

    Im weiteren Handelsverlauf dürften auch wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone Beachtung finden, sagte Experte Gojny weiter. Die finalen Zahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager "waren in der Vergangenheit schon mal für Überraschungen gut". Am interessantesten dürften aber Daten zur Stimmung von US-Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe am Nachmittag sein.

    Außerdem werde Deutschland bei der Aufstockung von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren am späten Vormittag "ein paar Basispunkte mehr zahlen dürfen", so Gojny. Eine Versteigerung von Geldmarktpapieren in Frankreichs dürfte seiner Einschätzung nach am Nachmittag "problemlos verlaufen".

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Hitdelight / Shutterstock.com
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