06.12.2012 08:07
Bewerten
 (1)

S&P stuft Griechenland wegen Anleihenrückkauf erneut ab

Teilweiser Zahlungsausfall
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Griechenland wegen des laufenden Anleihenrückkaufs wieder abgestuft.
Die US-amerikanische Ratingagentur stuft das laufende Angebot, Staatsanleihen für zehn Milliarden Euro zurückzukaufen, als teilweisen Zahlungsausfall ein. Daher sei die Note für die Kreditwürdigkeit des Landes von "CCC" auf "SD" ("selective default") abgestuft worden, teilte S&P am Mittwochabend in New York mit. Sollte der Rückkauf der Anleihen erfolgreich über die Bühne gehen, werde die Bewertung wahrscheinlich wieder auf "CCC" erhöht.

    Die Abstufung war von vielen Experten erwartet worden, da die Ratingagentur Anleiherückkäufe deutlich unter dem Nennwert technisch als Zahlungsausfall wertet. Die amerikanische Ratingagentur hatte die Einstufung für Griechenland erst im Februar wegen des damaligen Schuldenschnitts auf "SD" abgestuft und dann im Mai wieder auf "CCC" erhöht. "Ich rechne nicht damit, dass die aktuelle Abstufung eine große Auswirkung hat", sagte ein Devisenhändler. Der Euro reagierte kaum auf die Ankündigung und notierte zuletzt weiter über der Marke von 1,30 Dollar.

NEW YORK (dpa-AFX)

Diese europäischen Länder sind bereits Ramsch:

 

Platz 7: Irland

Den Auftakt zum Rating macht Irland, welches aktuell nur von Moody's auf Ramsch-Niveau, das heißt unterhalb des Investment Grade, eingestuft wird. Moody’s hält es für möglich, dass Irland seine Schuldenprobleme nicht aus eigener Kraft in den Griff bekommen wird und in Zukunft weitere Unterstützung der EU benötigt. Zuletzt hebte S&P den Ausblick Irlands auf "stabil".

Bildquellen: C. Bartrow / Shutterstock.com, wjarek / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?