13.11.2012 14:48
Bewerten
 (0)

Ratingagentur S&P muss Schaden begleichen

Standard & Poor’s wurde wegen falscher Bonitäts­bewertungen verurteilt
Teures Fehlurteil
Standard & Poor’s ist von einem australischen Gericht wegen falscher Bonitäts­bewertungen verurteilt ­worden. Nun drohen weitere Klagen.
€uro am Sonntag

von Andreas Höß, Euro am Sonntag

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Investoren in die Irre geführt, indem sie ein kompliziertes und riskantes Finanzprodukt mit der Bestnote „AAA“ bewertet hat. Das hat ein Gericht in Australien festgestellt und S & P zu Schadenersatzzahlungen in Höhe von 16 Millionen Australischen Dollar verurteilt.

Es sei das erste Mal, dass eine Ratingagentur für eine Fehleinschätzung haftbar gemacht wird, so Harald Scheule, Finanzprofessor an der Technischen Universität Sydney. Geklagt haben zwölf australische Kommunen, die Millionen in komplexe strukturierte Produkte investiert und rund 90 Prozent verloren hatten. S & P kündigte Berufung an. Die Aktionäre von McGraw-Hill, dem Mutterkonzern von S & P, befürchten offenbar trotzdem weitere Klagen. Die Aktie (ISIN: US5806451093) legte den Rückwärtsgang ein und notierte am heutigen Dienstag bei 40,00 Euro, denn das Urteil könnte auch Auswirkungen auf Europa haben. Dort unterstützen Verbraucherschützer eine weitere Klage, bei der es um insgesamt 1,6 Milliarden Euro geht. Die betroffenen strukturierten Papiere hatten ähnlich wie im australischen Fall beste S & P-Ratings und wurden ebenfalls von der Bank ABN Amro vertrieben.

Die Ratingagenturen Moody’s, Fitch und S & P stehen seit der Finanzkrise in der Kritik. Verbriefte Hypothekenpapiere hatten 2008 die US-Investmentbank Lehman Bro­thers in die Pleite gestürzt und das Finanzsystem ins Wanken gebracht. Weltweit entstanden billionenschwere Verluste mit Produkten, die häufig als sicher bewertet wurden. Deshalb wird gefordert, die Ratingagenturen bei krassen Fehleinschätzungen rechtlich zu belangen.

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Moody's Corp.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Moody's Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
01.10.2014Moodys OverweightBarclays Capital
01.10.2014Moodys OutperformFBR Capital
30.11.2012Moodys neutralUBS AG
21.08.2012Moodys neutralUBS AG
07.03.2012Moodys neutralUBS AG
01.10.2014Moodys OverweightBarclays Capital
01.10.2014Moodys OutperformFBR Capital
04.08.2008Moody's overweightLehman Brothers Inc.
14.04.2008Moody's kaufenDie Actien-Börse
10.08.2007Moody's overweightLehman Brothers Inc.
30.11.2012Moodys neutralUBS AG
21.08.2012Moodys neutralUBS AG
07.03.2012Moodys neutralUBS AG
30.07.2009Moody's Focus ListMcAdams Wright Ragen Inc.
29.11.2005Update Moody's Corp.: NeutralUBS
22.05.2008Moody's underperformJefferies & Company Inc.
16.02.2005Update Moody's Corp.: UnderweightJP Morgan
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Moody's Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?

Anzeige