21.11.2012 14:03
Bewerten
 (0)

François Hollande – das verhinderte Schreckgespenst der Märkte

The Wall Street Journal
Frankreichs Präsident Hollande genießt an den Märkten einen schlechten Ruf. Seine sozialistischen Ideen gelten als gefährlich, seine Reformen bestenfalls als halbherzig. Trotz der Abstufung durch Moody's stürzen sich Anleger auf französische Anleihen. Der simple Grund: Es gibt keine Alternative.


Von WILLIAM HOROBIN und NEELABH CHATURVEDI

Viele Investoren kaufen französische Staatsanleihen. Sie tun es wider besseres Wissen, aber sie tun es trotzdem. Die starke Nachfrage hat die Kurse der Anleihen steigen lassen und die gegenläufigen Renditen auf das niedrigste Niveau gedrückt, das es seit Einführung des Euro vor knapp 14 Jahren je für französische Schulden gab.

Daran hat selbst die Entscheidung der Ratingagentur Moody's wenig geändert, Frankreich das begehrte Triple-A-Rating und damit die Bestnote zu entziehen. Die Rendite stieg nur geringfügig.

Frankreich und die Regierung von François Hollande profitieren nicht nur von einer besonderen Anerkennung der Anleger, sondern von der schlichten Tatsache, dass französische Staatsanleihen attraktiver sind als viele andere in der Eurozone. Sie bieten eine bessere Renditen als Bundesanleihen und eignen sich damit für Anleger, die einfach mehr für ihren Einsatz zurückhaben wollen. Zugleich gelten französische Schuldtitel verglichen mit jenen aus Italien oder Spanien als sicherer.

Dieser Reiz und die schiere Größe des Marktes für französische Staatsanleihen – es handelt sich um ein Gesamtvolumen von 1,19 Billionen Euro – lassen Anleger die Befürchtungen vergessen ... Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de

Bildquellen: Domen Colja / Shutterstock.com, skphotography / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- Dow mit Verlusten -- German Pellets kaufte vor Insolvenz E.ON-Kraftwerk -- adidas steigert Gewinn -- Société Générale: Renditeziel in Gefahr -- Tesla, Twitter im Fokus

Euro-Finanzminister sehen Marktturbulenzen gelassen. Zahl der Fahrzeug-Rückrufe seit 2011 verdreifacht. Russland fordert Europa zu Ende der Sanktionen auf. Daimler-Vorstand wird wohl umgebaut. Industrieverband: Griechenland droht wieder die Zahlungsunfähigkeit. Ölpreise fallen deutlich - WTI nur knapp über 12-Jahrestief. Deutsche Post steigt stärker ins Reisegeschäft ein. Auch für die Fed gehören Negativzinsen in den Instrumenten-Kasten. Geschäft mit Luxus-Kosmetik treibt L'Oreal-Umsatz an.
Welche ist die wertvollste Marke im Bereich des Sports?
Wer verdient am meisten?
Diese 10 Produkte sind nur für den ganz großen Geldbeutel

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?