07.11.2012 12:19
Bewerten
 (2)

Frankreich oder Italien: Wer ist der größere Schwächling?

The Wall Street Journal
Italien steht am Abgrund, Frankreich ist ein sicherer Hafen. In der Eurokrise war das lange Zeit herrschende Meinung an den Märkten. Einige Anleger schwenken jetzt allerdings um – aus gutem Grund.


In den vergangenen Jahren verfolgten Anleger in der Eurokrise eigentlich immer die Strategie, Anleihen der stabilen nordeuropäischen Staaten zu kaufen und im Gegenzug die Papiere der kriselnden Staaten im Süden abzustoßen. Womöglich haben diese Geschäfte ihre Zeit jetzt hinter sich. Einige Investoren gehen jetzt die gegenteilige Wette ein: Sie ziehen Italien Frankreich vor.

Zehnjährige italienische Anleihen werfen zurzeit eine Rendite von 4,9 Prozent ab – 2,7 Prozentpunkte mehr als Papiere mit gleicher Laufzeit aus Frankreich. Zum Teil ist das Ausdruck der wesentlich höheren Staatsverschuldung Italiens. Im zweiten Quartal lag das Verhältnis der Schulden zum Bruttoinlandsprodukt in Italien bei 126,1 Prozent, verglichen mit 91 Prozent in Frankreich. Zudem steht Italien mit Blick auf die Wahlen im kommenden Jahr vor einer wackeligen politischen Zukunft.

Schaut man auf andere Kennziffern, schneidet Italien aber besser ab als Frankreich: Das Land hat ein geringeres Haushaltsdefizit, eine stärkere Leistungsbilanz, und die Arbeitslosigkeit ist längst nicht so aufgeblasen wie in anderen südeuropäischen Staaten. Zudem wird Italien 2013...Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WSJ.de

Bildquellen: Domen Colja / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Dow startet leichter -- QIAGEN überrascht mit guten Zahlen -- HeidelbergCement verdient kräftig -- Amazon mit Rekordgewinn -- Alphabet mit Umsatzwachstum -- SolarWorld, VW im Fokus

US-Wirtschaft wächst nur halb so stark wie erhofft. ExxonMobil-Gewinn bricht wegen Ölpreisverfall ein. Chinesischer Investor legt Übernahmeangebot für AIXTRON vor. CANCOM legt weiter zu. Sony mit Gewinneinbruch. HeidelbergCement verdient kräftig. Sanofi von Wechselkursen und Venezuela belastet. Stellenabbau bei Microsoft fällt größer aus.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diesen Berufsgruppen trauen die Deutschen
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?