19.06.2013 21:16

Senden

US-Anleihen nach Fed-Entscheid deutlich unter Druck


    NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Mittwoch mit größeren Abgaben auf die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank Fed reagiert und einheitlich im Minus notiert. Wie der Fed-Offenmarktausschuss FOMC mitteilte, werden die Anleihekäufe im Wert von monatlich 85 Milliarden Dollar zunächst unvermindert fortgesetzt, bis sich die Lage am Arbeitsmarkt substanziell verbessert hat. Das Tempo der Käufe könne abhängig von der Entwicklung am Arbeitsmarkt erhöht oder auch reduziert werden, bekräftigte die Notenbank in ihrer Erklärung.

    Zugleich sicherte die Fed zu, ihren hochexpansiven Kurs auch dann noch beizubehalten, wenn die Anleihekäufe bereits eingestellt seien und sich die Konjunkturerholung beschleunige. Dementsprechend beließ die Notenbank ihren Leitzins in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent. Fed-Chef Ben Bernanke äußerte sich erstmals konkret zum Zeitplan für den Ausstieg. Sollten künftige Konjunkturdaten im Großen und Ganzen erwartungsgemäß ausfallen, sei eine erste Reduzierung der Käufe "später in diesem Jahr" möglich, sagte er. In der Folgezeit könnten die Wertpapierkäufe Schritt für Schritt verringert und Mitte 2014 komplett eingestellt werden.

    Zweijährige Anleihen sanken um 3/32 auf 99 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,31 Prozent. Fünfjährige Anleihen fielen um 23/32 Punkte auf 99 Punkte. Sie rentierten mit 1,21 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 1 Punkt auf 95 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,30 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren fielen um 1 5/32 Punkte auf 90 1/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,41 Prozent./edh/he

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige