07.11.2012 13:04

Senden
US-WAHL IM HINTERGRUND

Deutsche Anleihen drehen in Plus - Griechenland bereitet Sorgen


Die deutschen Staatsanleihen sind am Mittwoch nach anfänglichen Kursverlusten im Zuge der US-Wahlen ins Plus gedreht.

Die Sorgen um Griechenland hätten die USA als dominierendes Thema am Markt verdrängt, sagten Händler. Zudem enttäuschten deutsche Konjunkturdaten massiv.

     Der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,24 Prozent auf 142,43 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank im Gegenzug auf 1,40 Prozent.

     Nachdem die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama zunächst die Stimmung an den Finanzmärkten gehoben und die sicheren Anlagen belastet hatte, waren die alten Sorgen rasch wieder zurück auf dem Radar der Anleger.

   Im akut pleitebedrohten Griechenland muss am Abend ein neues Sparpaket das Parlament passieren - der Ausgang der Abstimmung ist ungewiss. "Zweifelsohne würde eine Ablehnung wohl den finanziellen Zusammenbruch Griechenlands besiegeln", sagt Commerzbank-Experte Lutz Karpowitz.

   Von der abnehmenden Risikobereitschaft der Investoren konnte der Bund am Vormittag auch bei einer Aufstockung fünfjähriger Anleihen profitieren. Gegenüber der letzten Versteigerung im Oktober sanken die Zinsen von 0,53 auf 0,42 Prozent. Insgesamt sammelte Deutschland 3,2 Milliarden Euro ein.

     Doch die sinkenden Zinsen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die deutsche Wirtschaft immer stärker unter den Folgen der Euro-Krise leidet. Die Gesamtproduktion ging im September um 1,8 Prozent zurück und lag damit deutlich unter den Erwartungen.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige