30.11.2012 09:19
Bewerten
 (0)

Griechen wollen Bond-Rückkaufangebot erweitern

Voraussetzung für IWF-Hilfe
Die griechische Regierung will ihre eigenen Anleihen auch solchen Investoren abkaufen, die sich an dem privaten Schuldenschnitt Anfang dieses Jahres nicht beteiligt haben.
Wie aus einem Dokument der Troika hervor geht, in das das Wall Street Journal Einsicht hatte, halten diese Gläubiger noch Anleihen für rund 4 Milliarden Euro. Insgesamt halten private Investoren griechische Staatsanleihen für 62 Milliarden Euro, von denen die Regierung ungefähr die Hälfte für rund ein Drittel des Nominalwerts zurückkaufen will.

   Details des Plans sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Beobachter erwarten, dass Griechenland einen Kredit des Euro-Rettungsfonds EFSF von 10 Milliarden Euro erhalten wird, mit denen es Bonds für 30 Milliarden Euro zurückkauft. Nur wenn auf diesem Wege eine deutliche Schuldenreduzierung gelingt, will der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Teil der nächsten Kredittranche auszahlen.

   Insgesamt soll Griechenland in nächster Zeit 44 Milliarden Euro in mehreren Schritten ausgezahlt bekommen. Bei dem Schuldenschnitt Anfang 2012 war der Nominalwert der griechischen Staatsanleihen auf 53,5 Prozent reduziert worden. Damals hatten Investoren mit Anleihebeständen von 6 Milliarden Euro eine Beteiligung abgelehnt. Seither hat Griechenland zwei Mal fällig werden Papiere voll bedient und damit einen Zahlungsausfall vermieden.

   Griechische Banken halten Staatsanleihen für rund 15 Milliarden Euro. Beobachter erwarten, dass sie unter dem Druck der Regierung ihre Papiere zum Rückkauf anbieten.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 28 AM EST 11-30-12

Bildquellen: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com, Chubykin Arkady / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt in der Gewinnzone -- Dow im Minus -- Infineon erwartet weiteres Wachstum in Asien -- Allianz denkt über Aktienrückkauf nach -- Brent-Rohöl über 50 Dollar

Philips streicht mit Börsengang der Lichtsparte 750 Millionen Euro ein. Spaniens Wirtschaftsminister erwartet keine EU-Strafen wegen Defizit. VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik. Netflix plant Serie über 'El Chapo' - Anwalt droht mit Klage. Auch Porsche will Digitalgeschäft ausbauen. Zweitgrößtes US-IPO erfolgreich. Finanzermittler durchsuchen McDonald's. Ölpreise fallen. Heidelcement darf Italcementi unter Auflagen übernehmen. BMW-Chef will Vorstand umbauen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?