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09.02.2012 08:44

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WSJ: US-Börsenaufsicht will Banken wegen Anleihen verklagen - Kreise

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Von Jean Eaglesham, Susan Pulliam und Dan Fitzpatrick THE WALL STREET JOURNAL WASHINGTON (Dow Jones)--Gut vier Jahre nach dem Ausbruch der US-Hypothekenkrise holen die amerikanischen Behörden offenbar zu einem Rundumschlag gegen Wall Street aus. Die Börsenaufsicht SEC prüfe Klagen gegen mehrere Großbanken wegen ihrer Rolle in der Finanzkrise, sagten informierte Personen. Gemäß SEC-Verfahrensrichtlinen würden die Institute zunächst in einer sogenannten "Wells Notice" darüber informiert, dass rechtliche Schritte in Erwägung gezogen werden.

   Welche Banken die Nachricht erhalten werden, sei unklar. Untersucht würden die Aktivitäten unter anderem von Ally Financial, Bank of America, Citigroup, Deutsche Bank und Goldman Sachs, hieß es. Bei den Banken wollte man sich nicht zu den Informationen äußern. Auch ein Sprecher der SEC lehnte einen Kommentar ab.

   Die Granden der Wall Street sollen sich den Informationen zufolge für ihre Subprime-Hypotheken-Anleihen aus den Jahren 2007 und 2008 verantworten. Geklärt werden soll, ob sie die schlechte Qualität der Anleihen in gebündelten Kreditpools gegenüber Investoren falsch dargestellt haben.

   Der Vorstoß kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Bis Jahresende wollen SEC, Justizministerium und Staatsanwaltschaften eine Reihe von Fällen aus der Finanzkrise abgeschlossen haben. Andernfalls könnte mitunter die gesetzliche Verjährungsfrist in einigen Fällen greifen und die Strafverfolgung erschweren, war aus den Kreisen zu hören.

   Insgesamt 95 Firmen und Einzelpersonen hat die Börsenaufsicht im Zusammenhang mit der Finanzkrise bislang verklagt. Mindestens zwei weitere Fälle im Zusammenhang mit strukturierten Wertpapieren seien in Arbeit.

   Die zahlreichen anhängigen Verfahren könnten das Gesicht der Wall Street laut Finanzspezialisten nachhaltig verändern. "Wenn die SEC bei der Verfolgung dieser Fälle erfolgreich ist, wird die Wall Street das registrieren," sagte Finanzprofessor Campbell Harvey von der Duke University. Der Wissenschaftler hegt aber auch Zweifel: Es sei nicht klar, ob diese unterschiedlichen Untersuchungen irgendwo hinführen. "Es ist eine gute Frage, warum diese Fälle so lang brauchen." Die Behörden verweisen darauf, dass die Aufarbeitung der Fälle äußerst zeitintensiv sei.

-Von Jean Eaglesham, Susan Pulliam und Dan Fitzpatrick, The Wall Street Journal; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/sha/kla (END) Dow Jones Newswires

   February 09, 2012 02:40 ET (07:40 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 40 AM EST 02-09-12

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