27.03.2013 11:43
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Anleger halten sich bei italienischer Anleiheauktion zurück

Zielbetrag verfehlt
Der drohende politische Stillstand in Italien lässt die Anleger offensichtlich zögern, Staatsanleihen des Krisenlandes zu kaufen.
Am Mittwoch gelang es Rom nicht, mit zwei Anleiheauktionen den anvisierten Höchstbetrag einzusammeln. Wie die nationale Notenbank mitteilte, wurden Staatsanleihen im Wert von insgesamt 6,91 Milliarden Euro verkauft. Angestrebt wurden bis zu sieben Milliarden Euro. Die zu zahlenden Zinsen entwickelten sich uneinheitlich.

    Ein neuer Schuldtitel mit fünfjähriger Laufzeit rentierte mit durchschnittlich 3,65 Prozent. Das waren moderate 0,06 Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Auktion Ende Februar. Bei einer Aufstockung eines zehnjährigen Papiers sank die Rendite binnen Monatsfrist hingegen um 0,17 Punkte auf 4,66 Prozent.

    Am italienischen Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Staatsanleihen gehandelt werden, trübte sich die Stimmung zur Wochenmitte ein. Die Risikoaufschläge zu deutschen Anleihen legten zu. Händler nannten zum einen Gerüchte über eine bevorstehende Abstufung Italiens durch eine große Ratingagentur. Zum anderen wurde auf die zähen Bemühungen einer Regierungsbildung verwiesen. Die Parlamentswahlen Ende Februar hatten im Senat eine politische Pattsituation ergeben./bgf/jsl

ROM (dpa-AFX)

Bildquellen: Claudio Divizia / Shutterstock.com

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