... ‚Deepwater Horizion‘ zu einer folgenschweren Explosion. Seitdem entwickelte sich die daraus resultierende Ölpest zur schlimmsten aller Zeiten, weit aus verheerender als die des Tankers Exxon Valdez, der 1989 vor der Küste Alaskas verunglückte.
BP Chart – Chartdarstellung: Candlestick; ab 2000; Quelle: IG Markets
Verschiedenste Maßnahmen um das Austreten des Öls in 1500 Metern Tiefe komplett zu stoppen, waren bisher nicht erfolgreich. Selbst Abdichtungsversuche mit dem martialisch klingendem Namen „Top-Kill“ brachten keinen Erfolg. Ein Hoffnungsschimmer scheint nun die Operation "Top Cap" gebracht zu haben. Dabei wurde das Steigrohr in der Nacht auf Freitag den 4 Juni durchschnitten, und eine Art Absaugglocke über dieser Öffnung platziert.
Seit Beginn der Katastrophe sind laut Schätzungen der US-Regierung täglich zwischen 1,9 Millionen und 3 Millionen Liter Öl täglich in den Ozean geflossen. Dies ergibt beängstigende 85-180 Millionen Liter seit der Explosion im April. Computersimulationen zufolge könnte das ausgetretene Öl bis an die US-Ostküste und über den Atlantik nach Europa treiben.
Blick ins offene Orderbuch der Handelsplattform L2; Quelle: IG Markets
BP muss zahlen
Auf BP kommen hohe Kosten zur Beseitung der Schäden zu. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnet BP, nach eigenen Angaben, bereits mit Kosten von über 1 Milliarde US-Dollar. Die erste Rechnung wurde jetzt von der US-Regierung präsentiert. 69 Millionen Dollar. Präsident Obama kündigte allerdings weitere Rechnungen an. Alle Kosten im Zusammenhang der Katastophe sollen demnach von BP getragen werden. Zukünftige Zahlungen können nur sehr vage geäußert werden, so tippt die ING Bank auf 5,3 Milliarden Dollar, Credit Suisse hält bis zu 37 Milliarden Dollar für möglich.
Flucht der Anleger – Übernahme Chance!?
Seit Beginn der Öl-Katastrophe ist die Aktie des Energiekonzerns deutlich eingebrochen und notiert mittlerweile 30% tiefer. Der Abwärtstrend scheint am heutigen Freitag unterbrochen, jedoch sind steigende nachhaltige Notierungen erst wieder mit kompletter Beseitigung des Lecks
realistisch. Zuletzt stuften Ratingagenturen wie Fitch und Moody´s den Titel der BP auf „AA“ bzw. „Aa2“ herab. Herabstufungen erschweren und verteueren das Leihen von Geldern. Eine eventuelle Streichung der Dividende durch BP ist ebenfalls möglich und würde wohl viele brit. Pensionsfonds zu noch mehr verärgerteren Aktionären machen.
Allerdings könnte der Kurs der BP-Aktie schon durch jede positive Nachricht vom Golf von Mexico wieder steigen. Auch Spekulationen einer Übernahme machen immer häufiger die Runde die sich kurzfristige Anleger gerne zu nutze machen. Die Markkapitalisierung von BP ist im Zuge des Aktieneinbruchs um ca. 70 Millarden Euro gesunken.
Ein adäquates Finanzinstrument um sowohl negativ als auch positiv auf den zukünftigen Aktienverlauf zu spekulieren ist der CFD (Contract for Difference). Ein CFD bietet Ihnen eine gute Chance sehr kurzfristige Kursbewegungen in volatilen Phasen mitzunehmen. Darüber hinaus haben Sie bei einigen CFD Anbietern die Chance, Ihre Position durch einen garantierten Stop abzusichern. Ein garantierter Stop ist wie eine Art Versicherung zu sehen. Diese Art von Stop schützt Ihre Position vor einer schlechten Orderausführung im Falle von starken Kursschwankungen, dem sogenannten Slippage. Sollte eine Position über Nacht gehandelt werden könnten gerade im Beispiel von BP über Nacht Neuigkeiten zu der Lage am Golf von Mexiko erscheinen und eine starke Veränderung der Kurseröffnung zum Schlusskurs am Vortag erfolgen. Auch in dieser Situation schützt der garantierte Stop Sie vor einer dieser sogenannten Kurseröffnung mit einem Gap also einer Lücke.
BP Chart – Chartdarstellung: Mountain; 1. Juni Woche 2010; Quelle: IG Markets
Gregor Kuhn ist bei IG Markets zuständig für das Ressort Education. Der Diplombetriebswirt besitzt durch seine langjährige Erfahrung im Brokerage ein umfangreiches Fachwissen im Bereich des aktiven Trading börsennotierter Produkte. Dieses Wissen vermittelt Gregor Kuhn deutschlandweit im Rahmen von Grundlagen- und Strategieseminaren.
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