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aktualisiert: 28.05.2010 11:14

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IG MARKETS – KOLUMNE

MTFs – Handel über mehrere Handelsplätze


Wie Konkurrenz das Geschäft belebt und Anleger davon profitieren können.

Aktienumsätze und -bestände nehmen historisch gesehen weltweit kontinuierlich zu. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass neue börsenähnliche Netzwerke und Handelsplätze etwas vom großen Börsenkuchen abhaben möchten. Diese Netzwerke werden MTFs genannt (engl. Multilateral Trading Facility). MTFs stehen mit etablierten Handelssystemen wie der London Stock Exchange oder auch der Deutsche Börse AG - Xetra in reger Konkurrenz. Die erfolgreichsten MTFs, mit den exotischen Namen Turquoise, Chi-X und BATS werden auch in Zukunft, dank schneller und günstigerer Transaktionsabwicklung, mehr und mehr Handelsumsätze der klassischen Primärbörsen übernehmen.

Blick ins offene Orderbuch der Handelsplattform L2; Quelle: IG Markets

Blick ins offene Orderbuch der Handelsplattform PureDeal - Quelle: IG Markets

MTFs bieten somit eine sinnvolle Ergänzung und Alternative zum Aktienhandel an den bekannten Primärbörsen an und können teilweise auf Grund eines größeren Handelsvolumens bessere Kurse stellen. Insgesamt macht der Handel an MTFs bereits 40% der gesamten Liquidität des gehandelten Aktienvolumens weltweit aus. Bei einer so hohen Liquidität fallen die Spreads entsprechend gering aus. Hintergrund hierfür ist ganz klassisch der Mechanismus, je mehr Angebot und Nachfrage sich in einem bestimmten Zeitraum konzentrieren, desto enger werden die Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufskursen. Dies sind Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Trader besonders im Daytrading oder sogar Scalping wenn eine kurze Haltedauer der Position bevorzugt oder sogar Leitlinie des Tradens ist. Ganz besonders bei kurzzeitigen Handelsstrategien ist jeder Cent bares Geld wert.

CFD-Broker mit alternativen Marktzugängen bieten den Vorteil, dass sie die Order des Anlegers im Hintergrund automatisch immer an den Handelsplatz mit den engsten Spreads weiterleiten - sei es Xetra, Chi-X, BATS oder Turquoise. Diese Art des „clever Rootings“ wird auch als Hybrid bezeichnet. Das Rooting im Hintergrund findet automatisch auf allen anhängenden Börsenplätzen die jeweils besten Geld- und Briefkurse (unabhängig davon, ob die Kurse von einer MTF oder einer Börse stammen) und zeigt sie im Handels-Ticket der Handelsplattform automatisch an, vorrausgesetzt der CFD-Broker unterstützt diese relativ neue Technologie.

Der einzige Unterschied zum bisherigen Traden wird sein, dass Sie ab sofort noch bessere Kurse für Aktien-CFDs haben werden und sogar teilweise Kurse „zum Aussuchen“ erhalten werden. An der Börse spricht man von Aktienkursen „zum Aussuchen“ wenn der Geld- und der Briefkurs einer Aktie absolut identisch sind und Sie somit einen Spread von Null haben.

Blick ins Handelsticket „Zum Aussuchen“ - Handelsplattform PureDeal - Quelle: IG Markets

Gregor Kuhn ist bei IG Markets zuständig für das Ressort Education. Der Diplombetriebswirt besitzt durch seine langjährige Erfahrung im Brokerage ein umfangreiches Fachwissen im Bereich des aktiven Trading börsennotierter Produkte. Dieses Wissen vermittelt Gregor Kuhn deutschlandweit im Rahmen von Grundlagen- und Strategieseminaren.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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