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14.05.2010 08:30

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KOLUMNE
IG MARKETS – KOLUMNE

Rationalität statt Impulsivität: Die Voraussetzung für langfristigen Handelserfolg


In jeder Krise gibt es auch gute Nachrichten. Aktiven Privatanlegern bieten sich aufgrund der hohen Volatilität an den Kapitalmärkten zahlreiche Gewinnchancen.

Sie brauchen nicht darauf warten, bis sich ein eindeutiger Trend an den Börsen heraus kristallisiert. InteressanteTradingmöglichkeiten gibt es auch in einem unsicheren Marktumfeld. Der Handel mit CFDs (Contracts for Difference) bietet hierzu vielfältige Gelegenheiten – Trader müssen sie nur zu nutzen wissen. Der Schlüssel zum Anlageerfolg mit CFDs liegt, ähnlich wie beim klassischen Direktinvestment, im konsequenten Verfolgen einer schlüssigen Anlagestrategie. Was aber sind die Komponenten einer erfolgsversprechenden Handelsstrategie?

Die Basis einer jeden Trading-Strategie ist die logische Überlegung, warum mit gerade dieser Strategie Geld verdient werden kann. Der Grund für den positiven Erwartungswert eines Systems muss verständlich formulierbar sein: „ Wann und warum wird welches Finanzinstrument in welche Marktrichtung gehandelt?“ Im Anschluss folgt die Bestimmung des Gewinnziels sowie des einzugehenden Risikos. Das Verlustrisiko muss in einem positiven Verhältnis zum möglichen Gewinn stehen, erst so können gute Einstiegssignale von schlechten unterschieden werden. Hält sich ein Anleger dauerhaft an dieses Schema, setzt er seine Handelsstrategie effizient um. Statt Impulsivität bestimmt nun Rationalität sein Handeln.

Beim CFD-Trading unterscheiden sich die Elemente einer Handelsstrategie nicht wesentlich von denen einer traditionellen Wertpapieranlage. Jedoch ist der Anlagehorizont des CFD-Trades in der Regel kurzfristiger, es sei denn, der Investor will mit CFDs ein physisches Investment - bspw. sein klassisches Aktiendepot bei einer Hausbank - über Short-Positionen absichern (hedgen). Die Komponenten der Handelsstrategie bestehen hauptsächlich aus einigen klar definierten Regeln, innerhalb derer folgende Punkte festgelegt werden.

Die drei Elemente einer erfolgreichen Handelsstrategie

Der erste Punkt einer erfolgreichen Strategie beinhaltet die Auswahl der Anlageklasse: Dabei gilt es festzulegen, welche Märkte oder Underlyings im Einzelnen gehandelt werden sollen. Anschließend entscheidet der Investor, über welchen zeitlichen Horizont sich der Trade erstrecken soll: Ist die Haltedauer des Investments eher kurzfristiger oder langfristiger Natur?

Beim zweiten Schritt wird bestimmt, nach welchen Kriterien bzw. Einstiegssignalen für den ausgewählten Basiswert eine Position eröffnet werden soll. Hierzu gibt es zwei grundlegenden Ansätze: Die fundamentale und die technische Analyse.

Die Fundamentalanalyse sammelt möglichst viele betriebswirtschaftliche Daten zu einem Basiswert, etwa durch eine Kennzahlenanalyse bei Aktien. Diese Fakten werden häufig mit volkswirtschaftlichen Informationen über die Situation eines Marktes abgewogen, um die zukünftige Entwicklung zu abzuschätzen.

Die technische Analyse ist nicht als Prognosewerkzeug geeignet, sondern dient vielmehr dazu, einen statistischen Vorteil strategisch auszunutzen. Via Chartanalyse lassen sich Situationen aufspüren, die auf etwaige Kurstendenzen hinweisen. So ist es zum Beispiel möglich, in einem Chart markante massenpsychologische Kursniveaus zu identifizieren. Treffen die Kurse auf diese Punkte, so kann der Trader wohlüberlegt seine Positionen eröffnen. CFD-Anleger orientieren sich häufig an Trendlinien, technischen Widerständen und Unterstützungen sowie individuellen Chartmustern. Zudem werden Indikatoren wie beispielsweise gleitende Durchschnitte, Bollingerbänder oder Stochastik-Oszilatoren herangezogen.

Auf der anderen Seite muss sich ein Anleger auch fragen, wann er wieder aus einem Trade aussteigt. Der dritte Schritt einer erfolgreichen Strategie beinhaltet deswegen die Festlegung des Gewinnziels sowie des einzugehenden Risikos. Chance (Take Profit) und Risiko (Stop Loss) eines Trades müssen stets in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Ein Investment lohnt sich nur dann, wenn das Gewinnpotenzial eines Trades mindestens doppelt so groß ist wie das potenzielle Verlustrisiko.

Beim Risiko- und Money-Management geht es schließlich um die Berechnung der adäquaten Positionsgröße unter Berücksichtigung des Risikos, das der Trader eingehen möchte. Für den CFD-Anleger gilt es hierbei die Hebel-Auswirkungen zu berücksichtigen, da er anders als bei klassischen Anlageformen in der Lage ist, ein Vielfaches dessen am Markt zu bewegen, was er an Nettokapital aufwendet. In der Regel riskieren erfahrene CFD-Trader pro Trade nur maximal zwei Prozent des Kontoguthabens, da bei unverhältnismäßig hohem Risiko schon eine kurze Verlustserie, ein sogenannter draw down, das Handelsdepot gefährden könnte.

Preisstellung bei CFDs via DMA exakt wie beim Aktienhandel

Via CFD erhält der Anleger ein einfaches und transparentes Investmentvehikel, um seine Handelsstrategie umzusetzen. Über eine Online-Handelsplattform mit direktem Marktzugang (DMA / Direct Market Access) ist der Trader zu jedem Zeitpunkt in der Lage, alle Anlageklassen long und short in Echzeit zu handeln.

CFDs sind im Bereich der derivativen Finanzinstrumente anzusiedeln, bezüglich der Preisstellung besteht aber kein Unterschied zum klassischen Investment wie beispielsweise dem direkten Handel einer Aktie. CFDs ermöglichen den Handel auf Hebel (Trading on Margin). Die Investoren müssen lediglich einen Bruchteil des am Markt bewegten Wertvolumens als Sicherheit (Margin) hinterlegen. Sie sind damit in der Lage, äußerst kapitaleffizient zu handeln. Das Risiko lässt sich dabei jederzeit über verschiedene Orderarten wie Stops, Trailing Stops und garantierte Stops der individuellen Risikobereitschaft anpassen.

Gregor Kuhn ist bei IG Markets zuständig für das Ressort Education. Der Diplombetriebswirt besitzt durch seine langjährige Erfahrung im Brokerage ein umfangreiches Fachwissen im Bereich des aktiven Trading börsennotierter Produkte. Dieses Wissen vermittelt Gregor Kuhn deutschlandweit im Rahmen von Grundlagen- und Strategieseminaren.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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