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14.09.2011 15:00

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KOLUMNE
IG MARKETS – KOLUMNE

Technische Analyse Gold – 2.000 Dollar-Marke oder Korrektur?


Gold jagt von Hoch zu Hoch. So hört man es Land auf und ab und so lässt sich die Baisse des glänzenden Edelmetalls ...

... am Chart auch eindrucksvoll nachvollziehen. Seit nun mehr 3 Jahren schlängeln sich die goldenen Unzen innerhalb eines soliden Auwärtstkanals gen Norden. Zwischenstops wurden lediglich bei runden Preislevels im Bereich von 1.200, 1.400 und 1.600 Zählern eingelegt – gut zu erkennen an den Seitwärtskanälen innerhalb derer Goldunzen temporär konsolidierten.

Im Zuge der eskalierenden Euro-Krise und der Defizit-Misere der Vereinigten Staaten erfolgte dann im Sommer diesen Jahres ein äußerst dynamischer Ausbruch durch den Widerstand von 1.600 US-Dollar. In der Folge wurde auch der Trendkanal mit hohem Momentum hinter sich gelassen. Und genau an der Stelle werden Charttechniker nun skeptisch. Bei Rekordhochs knapp oberhalb der 1.900’er Marke mündet Gold derzeit in einem sich neuerlich andeutenden Sägezahnmarkt. Alles wie gehabt möchte man jetzt meinen: Zwischenkonsolidierung, Ausbruch und dann wieder verstärkte Tempoaufnahme in Bullenrichtung!?

Die unmittelbare Reichweite der psychologisch signifikanten Schwelle von 2.000 Punkten, die enome Performance seit Julibeginn – seitdem konnte Gold in der Spitze einen Aufschlag von satten 400 US-Dollar verbuchen – sowie der Ausreißer aus besagtem Aufwärtstrendkanal geben Verfechtern der technischen Analyse zu denken. Mittel- bis langfristig dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der edelste Basiswert unter den Rohstoffen die 2.000’er Marke toppt bzw. hinter sich lässt – gerade vor dem Hintergrund des bereits erwähnten Trommelfeuers an Hiobsbotschaften aus den USA und der Euro-Zone.

Doch je dynamischer die Preisentwicklung, desto größer auch die Gefahr eines Rückschlages, der im gesetzen Fall dann auch im entsprechenden Ausmaß erfolgen dürfte. Schon jetzt sehen wir nach dem nahezu senkrechten Anstieg der letzten zwei Monate die ersten kräftigen Gewinnmitnahmen. Die Nervosität auf diesem hohen Preisniveau steigt, was sich auch an der erhöhten Volatilität der letzten 4 Handelswochen ablesen lässt. Ob diese Rückschläge, wie bis dato geschehen, weiterhin so regelmäßig zurückgekauft werden, ist nicht in Stein gemeißelt. Aktuell notiert Gold bei 1.832 US-Dollar. Sollte es zu einer weiteren Korrektur kommen, dürfte diese das Edelmetall wieder in den angestammten Trendkanal zurückführen. Eine nachhaltige Korrektur findet aus technischer Sicht seinen Support im Unterstützungsbereich zwischen 1.500 und 1.600 US-Dollar.

Als Senior Manager leitet Gregor Kuhn bei IG Markets die Ressorts Education & PR. Der Diplombetriebswirt zeichnet sich durch sein umfangreiches Fachwissen im Bereich aktives Trading börsennotierter Produkte aus. Herr Kuhn ist seit Jahren auf dem Finanzsektor tätig und vermittelt sein Know How im Rahmen von Fachpublikationen, Marktanalysen sowie Börsenseminaren zu den Themen CFD Handel, Charttechnik & Fundamentalanalyse, Risiko- & Moneymanagement und Handels-Strategien.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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