30.03.2013 12:00

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von Joachim Spiering, €uro am Sonntag

ZYPERN-KRISE

Große Gefahr für CFD-Broker



Große Gefahr für CFD-Broker
Experten erwarten, dass viele Kunden ihr Geld in Sicherheit bringen,

von Joachim Spiering, Euro am Sonntag

Die Krise in Zypern wird voraussichtlich etliche, auch in Deutschland tätige Devisen- und CFD-Broker schwer treffen. Grund: Über 20 dieser Handelshäuser sind auf der Pleiteinsel beheimatet. In Branchenkreisen wird nun davon ausgegangen, dass viele Kunden massiv Geld abziehen, wodurch einige Broker in finanzielle Schräglage kommen dürften. „Ich sehe hier ein großes Gefahrenpotenzial“, sagt Andreas E. Ruether, Geschäftsführer der Falcon Asset Management in Düsseldorf und bis vor Kurzem Geschäftsführer des Deutschen CFD-Verbands. Ruether erwartet, dass vor allem „schwach kapitalisierte Anbieter es nicht schaffen werden durchzuhalten“. Er rechnet mit einem „ungesunden Konsolidierungsprozess“, etliche Anbieter würden vom Markt verschwinden. Ähnlich sieht es der Manager eines großen CFD-Brokers mit Sitz in England. „Es werden mit Sicherheit viele Broker davon betroffen sein, dass Kunden ihr Geld in Sicherheit bringen.“ Mit rund 40 Anbietern gilt der deutsche Markt als übersättigt.

Während die Marktführer in Deutschland wie IG Markets, CMC Markets oder Alpari ihren Sitz in England haben, sind vor allem die Häuser aus der zweiten Reihe in Zypern beheimatet. Die Mittelmeerinsel hatte viele Neubroker mit einer relativ einfach zu erhaltenden Banklizenz sowie günstigen steuerlichen Bedingungen gelockt. Zudem ist die Regulierung lascher, dafür die Transparenz geringer.

Zyprische Brokerfirmen besitzen entweder eine Vollbanklizenz oder sind eine Wertpapierhandelsbank. In beiden Fällen dürften Kundengelder gefährdet sein. Denn im Zuge der Rettung Zyperns werden Guthaben auf heimischen Banken oberhalb von 100 000 Euro geschröpft.

Bei einer Vollbank besteht die Gefahr, dass deren gesamte Einlagen zur Inselsanierung herangezogen werden. Im zweiten Fall muss das Handelshaus die Kundengelder bei einer anderen Bank zur Verwahrung deponiert haben. Sollte dies eine zyprische sein, was aufgrund der (bislang) attraktiven Zinsen wahrscheinlich ist, dürften auch diese Gelder im Feuer stehen.
Zyprische CFD- und Devisen-Broker wie Etoro oder FxPro wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

Bildquellen: Carlos Caetano / Shutterstock.com

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