21.08.2013 12:50
Bewerten
 (53)

Weidmann warnt vor den Folgen eines Euro-Austritts

Bundesbankpräsident Jens Weidmann
"Schwere Nachteile"
Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnt vor den Folgen eines Euro-Austritts.
"Eine Währungsunion ist kein Club, bei dem man problemlos aus- und wieder eintreten kann", sagte Weidmann im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital. Ihn irritiere, wie leichtfertig mit dem Gedanken einer Abspaltung der südeuropäischen Staaten gespielt werde. Wegen der eng verflochtenen Volkswirtschaften im Euroraum würde Deutschland schwere Nachteile erleiden.

   Auch bei einem deutschen Ausstieg aus der Währungsunion drohten schwere Folgen. "Niemand hier sehnt sich nach der D-Mark zurück", sagte Weidmann. "Wir kämpfen für einen stabilen Euro."

   In Deutschland plädiert insbesondere die Partei Alternative für Deutschland für eine geordnete Auflösung der Eurozone und die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer Währungsverbünde, etwa Nord-Euro und Süd-Euro. Die europäischen Verträge sollten so geändert werden, dass Staaten aus dem Euro ausscheiden können.

   Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) angekündigte Hilfe, unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenländer zu kaufen, lehnte Weidmann erneut ab. "Aus meiner Sicht verwischen solche Staatsanleihekäufe die Grenzen zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik", kritisierte er. "Dadurch wird auch die Unabhängigkeit der Notenbank infrage gestellt."

DJG/apo/sgs

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Deutsche Bundesbank, antoniomas / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,12350,0005
0,05
Japanischer Yen113,2720-0,1280
-0,11
Britische Pfund0,8655-0,0008
-0,09
Schweizer Franken1,08950,0002
0,02
Russischer Rubel71,97100,5448
0,76
Bitcoin541,1000-0,2600
-0,05
Chinesischer Yuan7,48270,0967
1,31

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Minus -- Twitter kurz vor Übernahme? -- Commerzbank steht wohl vor massivem Stellenabbau -- Telekom, Innogy-IPO, Yahoo im Fokus

Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht mit Streik bei Eurowings. Axel Springer übernimmt La Centrale vollständig. IWF bekräftigt Forderung nach Schuldenerleichterung für Athen. Apple testet wohl eigenen vernetzten Lautsprecher. DAX-Anleger sind dank Geldspritzen fit für Gipfelsturm.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Umfrage

Greenpeace hat am Montagmorgen gegen das Freihandelsabkommen Ceta protestiert. Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Abkommen mit Kanada?