22.11.2016 13:25
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UBS-Verwaltungsratschef: US-Dollar vor starker Zukunft

Bedeutungsverlust des Euro: UBS-Verwaltungsratschef: US-Dollar vor starker Zukunft | Nachricht | finanzen.net
Bedeutungsverlust des Euro
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Die Position des US-Dollars als weltweite Leitwährung scheint ungefährdet. UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber glaubt sogar, dass er seine Vormachtstellung noch ausbauen kann.
Können Sie sich noch erinnern? Mitte 2008 kratzte der Euro an der 1,60-Dollar-Marke. Viele Experten spekulierten deshalb bereits darüber, dass die europäische Gemeinschaftswährung den US-Dollar als Leitwährung ablösen könnte und welche Risiken dies für die exportorientierte deutsche Wirtschaft bedeuten würde.

"Zehn bis 15 Jahre", schätzte damals Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung, würde es noch dauern, bis der Euro den US-Dollar überholt. Ähnlich äußerte sich auch ein weiterer prominenter Wirtschaftsexperte: Alan Greenspan, ehemaliger US-Fed-Chef, glaubte ebenfalls, dass der Euro den US-Dollar mittelfristig als internationale Leitwährung ablösen könne.

Axel Weber sieht Euro in der "zweiten Liga"

Doch die Realität sieht inzwischen anders aus, die Vorzeichen haben sich vertauscht. Der prominente Wirtschaftswissenschaftler Axel Weber geht sogar davon aus, dass der Euro - zusammen mit dem Yen und dem chinesischen Renminbi - auf absehbare Zeit in einer Art "zweiten Liga der Währungen" spielen wird. Statt dem US-Dollar den Rang als Leitwährung streitig zu machen, werde die Bedeutung der europäischen Gemeinschaftswährung international eher abnehmen, erklärte Axel Weber auf dem "SZ-Wirtschaftsgipfel" in Berlin.

Der ehemalige Bundesbankchef begründete seine Einschätzung mit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie führe dazu, dass die Menschen aus Sorge um ihre Altersversorgung vermehrt sparen und deshalb auch das Wachstum nicht nennenswert an Schwung gewinne.

"Ich sehe die Nullzinspolitik eher als Teil des Problems als Teil der Lösung", kritisierte Weber die EZB. Er warnt zudem, dass uns die Euro-Krise noch nicht überwunden sei: "Die Kosten, den Euro stabil zu halten, werden uns noch eine Weile begleiten."

Auch chinesischer Renminbi keine Konkurrenz für US-Dollar

Mit seinem Hinweis auf die wachsende internationale Vormachtstellung des US-Dollars dämpfte Weber auch die Erwartungen jener, die prophezeiten, dass der chinesische Renminbi zur amerikanischen Währung aufschließen könne.

Am 1. Oktober 2016 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) den Renminbi (RMB) als fünfte Währung - neben dem Euro, US-Dollar, Pfund und Yen - in den Kreis der Welt-Reservewährungen aufgenommen. Diese Entscheidung spiegelt die Bedeutung Chinas, immerhin die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, wider und bedeutet einen enormen Prestigegewinn. Viele Experten hielten es nach dem IWF-Beschluss sogar für möglich, dass der Renminbi mit der Zeit die Vorherrschaft des US-Dollars als weltweite Leitwährung beenden könnte. Doch laut Axel Weber scheint die führende Position des US-Dollar weiterhin gesichert.



Redaktion finanzen.net

Bildquellen: elen_studio / Shutterstock.com, andrea crisante / Shutterstock.com, kanvag / Shutterstock.com, Roman Sigaev / Shutterstock.com

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