FRANKFURT (Dow Jones)-Der Euro kann sich im späten Handel am Dienstag wieder von seinen Tagestiefs erholen. Nachdem er zunächst mit einem kleinen Freudensprung auf die Verabschiedung des zweiten Rettungspakets für Griechenland reagiert hatte, war es am Nachmittag zu Gewinnmitnahmen gekommen. "Der Sprung hat schnell einer typischen "Buy-the-Rumour-Sell-the-Facts-Mentalität" Platz gemacht", so ein Händler. Die Unterstützung bei 1,32 Euro hat sich allerdings als tragfähig erwiesen, so dass es von dort aus zu einer Erholung gekommen ist. Unter dem Strich tendiert der Euro damit seitwärts.
"Die Einigung bewegt sich zu sehr im Rahmen der Erwartungen, um größere Bewegungen auszulösen", heißt es von einem anderen Teilnehmer. Wie erwartet haben sich die Finanzminister der Eurogruppe auf ein Hilfspaket über 130 Milliarden Euro geeinigt. Um das Ziel eines Schuldenstands von 120 Prozent des BIP bis 2020 annähernd zu erreichen, müssen die privaten Gläubiger allerdings größere Opfer bringen. Sie sollen nun auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten statt auf 50 Prozent. Der gewichtete Durchschnittszins für die ersten acht Jahre liegt laut Bankenverband IIF bei 2,63 Prozent. Unter dem Strich soll damit die Gesamtverschuldung der Hellenen bis zum Jahr 2020 auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken.
Aber noch sind nicht alle Klippen umschifft. So ist unklar, wie viele private Gläubiger sich an dem Schuldenschnitt freiwillig beteiligen. Die Zahl wird für Mittwoch erwartet. Sollte die Beteiligung nicht ausreichen, hat die griechische Regierung bereits angekündigt, diese notfalls durch Gesetzesänderungen zu erzwingen. Das könnte allerdings die Kreditausfallversicherungen CDS auslösen, was die Politiker bislang immer zu verhindern suchten.
Daneben muss das zweite Rettungspaket noch durch eine Reihe nationaler Parlamente verabschiedet werden. Insgesamt wird das Paket an den Märkten als leicht positiv für den Euro gewertet. Allerdings sind Anleger skeptisch, was die langfristigen Aussichten der Gemeinschaftswährung betrifft. Angesichts der hohen Implementierungsrisiken ist vollkommen unklar, ob Griechenland mit diesem Paket tatsächlich gerettet ist. Auch könnte Portugal in Zukunft ein neues Hilfspaket benötigen.
Aus technischer Sicht hat der Euro mit dem Tageshoch von 1,3294 Dollar den Widerstand bei 1,3325 Dollar nicht erreicht. Weitere Unterstützungen sehen Marktteilnehmer bei 1,3150 Dollar bis 1,3125 Dollar.
Die Feinunze Gold ist zum Londoner Vormittag-Fixing mit 1.737 Dollar notiert worden, zum Nachmittags-Fixing dann mit 1.748 Dollar. Mit 1.752,50 Dollar ist zwischenzeitlich der höchste Stand seit Anfang Dezember erreicht worden.
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Europa Europa Europa
(17.00) (12.40) (8.06)
EUR/USD 1,3262 1,3215 1,3276
USD/JPY 79,76 79,75 79,76
EUR/JPY 105,77 105,39 105,88
EUR/GBP 0,8385 0,8366 0,8373
EUR/CHF 1,2083 1,2071 1,2074
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Dow Jones Newswires
February 21, 2012 11:11 ET (16:11 GMT)
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