17.01.2013 16:00
Bewerten
 (0)

DEVISEN/Goldman Sachs: EZB könnte ab 1,40 EUR/USD Zinsen senken

Von Hans Bentzien Die Entwicklung der Wechselkurse wird nach Einschätzung der Analysten von Goldman Sachs kurz- und mittelfristig das Handeln der großen Zentralbanken bestimmen. Nach ihrer Einschätzung könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins noch einmal senken, wenn der Euro mehr als 1,40 US-Dollar kostet. Darüber hinaus rechnen sie damit, dass die Bank of Japan (BoJ) versuchen wird, den Yen zumindest auf dem aktuellen Niveau zu stabilisieren.

   Nach Aussage von Europa-Chefvolkswirt Huw Pill rechnet Goldmann Sachs damit, dass die EZB ihre Zinsen in diesem Jahr nicht weiter senken wird. Bei der diesjährigen globalen Strategiekonferenz in Frankfurt fügte er aber hinzu: "Das größte Risiko für diese Prognose ist der Wechselkurs. Sollte der Euro - auch über die Cross Rate zum Yen - über 1,40 steigen, könnte das zu einer Zinssenkung führen."

   Kathy Matsui, die Chef-Aktienstrategin für Japan, deutete bei der gleichen Veranstaltung an, dass der Euro-Wechselkurs weiteren Aufwärtsdruck vom Yen erhalten könnte. Sie rechnet damit, dass die Japaner versuchen werden, einen regelrechten Wechselkursmechanismus zu installieren, um eine Aufwertung des Yen zu verhindern.

   Sie glaubt zwar nicht, dass Japan einen bestimmten Wechselkurs anstreben wird, hält aber einen Korridor von plus minus 5 Yen um die Marke von 90 Yen für denkbar. Seit Herbst 2012 hat der Yen gegen über dem Dollar kräftig abgewertet. Aktuell kostet ein Dollar gut 89 Yen, Mitte September waren es nur knapp 79 Yen gewesen.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/ros (END) Dow Jones Newswires

   January 17, 2013 09:29 ET (14:29 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 29 AM EST 01-17-13

Artikel empfehlen?

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,11970,0000
0,0000
Japanischer Yen133,92500,2300
0,1720
Britische Pfund0,7255-0,0011
-0,1514
Schweizer Franken1,06800,0017
0,1547
Russischer Rubel68,54660,0526
0,0767
Bitcoin222,4300-0,8500
-0,3807

Heute im Fokus

DAX schließt mit neuem Allzeithoch -- US-Börsen leicht schwächer -- Apple & Co. von China boykottiert -- BASF mit Gewinnsprung -- Salzgitter, Airbus im Fokus

VW erhöht die Dividende. Tsipras besteht auf Schuldenschnitt. Porsche SE verdient deutlich mehr. Infineon begibt Anleihen. Putin kürzt Kremlbeamten Gehälter um zehn Prozent. Fiat Chrysler ruft hunderttausende Geländewagen zurück. RWE will Dea-Verkauf am Montag abschließen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Unternehmen haben ihre Gründer reich gemacht

Die wundersame Welt von Google

Umfrage

Viele Bundesbürger bezweifeln, dass ihre staatliche Rente im Alter zum Leben reichen wird. Wie stehen Sie zum Thema Rente?