FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem lebhaften Geschäft am Vormittag ist am Donnerstagnachmittag am Devisenmarkt die große Ruhe eingekehrt. Bis gegen Ende des europäisch geprägten Währungsgeschäfts bewegen sich die Wechselkurse nur noch in homöopathischen Dosen. Marktteilnehmer begründen die Lethargie mit der Unsicherheit vor dem für Freitag angekündigten US-Arbeitsmarktbericht für August.
Auch die im Verlauf des Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzen somit keine nachhaltigen Akzente. So ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung binnen Wochenfrist um 6.000 gesunken. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich mit einem Rückgang um 3.000 gerechnet. "Solche Abweichungen bewegen sich aber im Bereich der Messfehler", kommentiert ein Devisenhändler.
Selbst eine positive Überraschung vom Immobilienmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt sorgt kaum für Bewegung. Der Index der ausstehenden Hausverkäufe ist im Juli binnen Monatsfrist um 5,2% gestiegen. Hier hatte der Ökonomenkonsens auf ein Minus von 1,0% gelautet. Trotz des Anstiegs liegt der Index immer noch 19,1% unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Die Veröffentlichung des Auftragseingangs der US-Industrie im Juli verpuffte ebenso wie die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie erwartet bestätigte die Notenbank ihr Leitzinsniveau von 1,0% und verlängerte Festzins und Vollzuteilung bei den Refinanzierungsgeschäften mit einer Laufzeiten von einer Woche bis zum Ende des Jahres. Die Änderungen bei den Refinanzierungsgeschäften mit einer Laufzeit von drei Monaten bezeichnet Deutsche-Postbank-Volkswirtin Fabienne Riefer als lediglich "kosmetischer Natur".
Hinsichtlich der Inflationsaussichten blieb die EZB bei der Erwartung insgesamt moderater Inflationsraten und fest verankerter Inflationserwartungen. Ihre Wachstumsprojektionen revidierte sie angesichts der zuletzt besser als erwarteten Konjunkturdaten nach oben auf durchschnittlich 1,6% von 1,0% in diesem und 1,4% von 1,2% im kommenden Jahr.
"Wir haben keinen Anlass, unsere bisherigen Erwartungen zu revidieren. Zwar dürfte es auf Sicht von zwölf Monaten eine weitere Rückführung der Sondermaßnahmen geben, doch rechnen wir weiterhin noch nicht mit einer ersten Leitzinserhöhung für diesen Zeitraum", fasst Ökonomin Riefer zusammen.
Aus technischer Sicht bleibt die Situation des Euro zum Dollar Analysten zufolge oberhalb der Unterstützung von 1,2780 USD aussichtsreich. Widerstand machen sie um 1,2850 USD aus.
Die Feinunze Gold kostete zum Londoner Nachmittag-Fixing 1.248,50 USD. Am Vortag wurde sie dort zu diesem Zeitpunkt mit 1.246,50 USD festgestellt, am Donnerstagvormittag mit 1.247,75 USD.
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Europa Europa Europa
(17.30) (12.13) (7.45)
EUR/USD 1,2828 1,2826 1,2793
USD/JPY 84,30 84,32 84,22
EUR/JPY 108,14 108,10 107,73
EUR/GBP 0,8331 0,8329 0,8295
EUR/CHF 1,2989 1,2985 1,2982
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September 02, 2010 11:37 ET (15:37 GMT)
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