18.06.2012 07:09
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Nach der Griechenwahl: Skepsis für den Euro bleibt

Nur kurzer Aufschwung: Nach der Griechenwahl: Skepsis für den Euro bleibt | Nachricht | finanzen.net
Nur kurzer Aufschwung
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Devisenmarktexperten trauen dem Europa nach dem Wahlsieg der dem Sparpaket konstruktiv gegenüberstehenden politischen Kräfte in Griechenland nur eine kurzlebige Erholung zu.
Niveaus von über 1,27 Dollar sollten insofern zu Verkäufen genutzt erden, rät Fabian Eliasson, Devisenexperte von Mizuho in New York. Zeichen für einen weiter zulegenden Euro sieht er in dem Anstieg nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses nicht. Die grundlegenden Probleme Griechenlands wie der immense Schuldenberg seien damit nicht aus der Welt. "Das war die zweite Wahlrunde und wir werden vermutlich eine Koaltitionsregierung bekommen", so der Experte.

   Auch RBC-Devisenstrategin Sue Trinh sieht die Situation für den Euro nach der Wahl als nicht geklärt an. Dass der Euro seine Höchststände bereits wieder hinter sich gelassen habe, sieht sie als Indiz dafür, dass die Situation in Griechenland die Stimmung noch weiter belasten dürfte. Zumal nach den Aussagen von Pasok-Chef Venizelos, der eine Regierung der nationalen Einheit unter Einbeziehung der linksradikalen Syriza präferiert. Die Syriza lehnt die Sparauflagen der Gläubiger bislang ab, will aber gleichwohl, dass Griechenland in der Eurozone bleibt.

   "Diese Nachricht zeigt, dass die Erholungsrally beim Euro kurzlebig sein könnte. Zudem dürfte sich die Aufmerksamkeit schnell wieder Zypern, Spanien und Italien zuwenden". Trinh sieht den Euro bei 1,2520 Dollar unterstützt und bei 1,2750 Dollar an einem Widerstand.

   Paresh Upadhyaya von Pioneer Investments schlägt in die gleiche Kerbe. "Die Erwartung jetzt ist, dass es eine Koaltitionsregerung geben wird und dass die Verhandlungen schwierig werden. Damit besteht für den Euro eher ein Risiko nach unten". Der Experte sieht den Euro im kommenden Monat bis auf 1,24 Dollar fallen, belastet von den Problemen in Spanien und der schwachen Konjunktur in Europa.

   Aktuell kostet der Euro 1,2685 Dollar nach 1,2640 am Freitag in New York. Im Tageshoch hatte er im asiatisch dominierten Geschäft am Montag schon 1,2748 Dollar erreicht.

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