12.02.2013 21:08

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Euro bleibt im US-Handel über 1,34 Dollar


Der Euro hat sich am Dienstag im US-Handel klar über der Marke von 1,34 Dollar behauptet. Nach einer Berg- und Talfahrt kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,3444 US-Dollar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,3438 (Montag: 1,3391) Dollar festgesetzt und der Dollarkurs kostete damit 0,7442 (0,7468) Euro.

 

    Die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 hatten sich in die Debatte um einen vermeintlichen Währungskrieg eingeschaltet. In einer allgemein gehaltenen Stellungnahme bekräftigten sie bekannte Positionen zu den Wechselkursen. An den Finanzmärkten wurde dies zunächst als Duldung der gegenwärtigen Geldpolitik insbesondere Japans interpretiert. Später machten indes Äußerungen eines hochrangigen G7-Vertreters die Runde, wonach die Erklärung falsch interpretiert worden sei. Vielmehr bereiteten die starken Kursbewegungen des Yen Sorge. "Nach der vagen Erklärung der G7 zeigt diese Relativierung, dass durch die G7 ein Riss zu gehen scheint", sagte Devisenexperte Sebastian Sachs vom Bankhaus Metzler.

 

    Japan steht derzeit massiv in der Kritik, weil das Land mit einer sehr lockeren Geld- und Haushaltspolitik gegen Deflation und Wachstumsflaute kämpft. Eine Folge ist, dass der Yen seit mehreren Monaten stark abwertet. Andere Währungen, insbesondere der Euro, haben indes deutlich an Wert gewonnen, was die konjunkturelle Erholung im Währungsraum gefährden könnte. Ein weiterer Experte interpretierte Aussagen aus dem US-Finanzministerium, wonach die USA Japans Maßnahmen zur Stärkung des eigenen Wirtschaftswachstums begrüßen, als Unterstützung für die japanische Haltung. So lange der Rückhalt der USA sicher sei, habe Japan trotz der Widerstände anderer Länder gegen seine Geld- und Haushaltspolitik nichts zu befürchten. (dpa-AFX)

Bildquellen: Carlos andre Santos / Shutterstock.com

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