26.06.2013 16:47
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro fällt auf Dreiwochentief bei 1,30 US-Dollar

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat mit der Aussicht auf eine konjunkturelle Beschleunigung in den USA erneut an Wert verloren. Die Gemeinschaftswährung knüpfte am Mittwoch an den Abwärtstrend der vergangenen Tage an und rutschte im Nachmittagshandel zeitweise bis auf 1,3009 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit gut drei Wochen. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3024 (Dienstag: 1,3134) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7678 (0,7614) Euro.

    Ursache für den schwachen Euro ist eine seit Tagen andauernde Stärke des Dollar. Seit US-Notenbankchef Ben Bernanke am vergangenen Mittwoch einen möglichen Ausstieg aus der Geldschwemme ins Spiel gebracht hatte, gewinnt der amerikanische Dollar im Handel mit vielen anderen Währungen. Bernanke hatte seine Ankündigung an einen anhaltend positiven Verlauf der Konjunktur geknüpft. Eine Serie von überraschend guten Konjunkturzahlen aus den USA vom Vortag hatte daher den Aussagen des Notenbankchefs in die Karten gespielt.

    Mit Blick auf die Entwicklung in den USA zeigte sich Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) auch für den weiteren Kursverlauf der Gemeinschaftswährung eher pessimistisch: "Der Euro wird weiter nach unten gehen", sagte Umlauf. "Im Verlauf der kommenden Monate ist ein Kursrückgang bis an die Marke von 1,25 Dollar möglich."

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84820 (0,84860) britische Pfund (EUR/GBP), 127,33 (127,79) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2262 (1,2268) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.236,25 (1.279,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.800,00 (30.980,00) Euro./jkr/bgf/he

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1167-0,0054
-0,48
Japanischer Yen122,4980-0,0570
-0,05
Britische Pfund0,7649-0,0099
-1,27
Schweizer Franken1,1081-0,0022
-0,19
Russischer Rubel74,5238-0,4129
-0,55
Bitcoin403,79005,9500
1,50
Chinesischer Yuan7,3191-0,0367
-0,50

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Milliarden-Deal mit GE soll Saudis unabhängiger vom Öl machen -- Finanzinvestor CVC erlöst mit Evonik-Aktien 504 Millionen -- Moody's stuft Deutsche Bank ab

Bayer-Chef Baumann deckt sich mit Aktien ein. BoE würde bei EU-Nein nicht zwangsläufig Zinsen senken. Nokia streicht nach Alcatel-Kauf über 10.000 Jobs. ZEW-Konjunkturerwartungen überraschend eingetrübt. BMW will Tesla erst 2021 angreifen. Sony rechnet mit Gewinneinbruch. Sky hebt Preise an - Kunden wird aber Sonderkündigungsrecht verwehrt.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?