08.11.2012 12:26
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Devisen: Euro fällt auf neues 2-Monatstief - Keine rasche Hilfe für Spanien

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat seine Verluste am Donnerstag vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgeweitet. Von der knappen Parlamentsmehrheit für das neue griechische Sparpaket konnte die Gemeinschaftswährung kaum profitieren. Ein Agenturbericht, demzufolge die EZB keine Notwendigkeit für rasche Anleihekäufe sieht, sorgte am Vormittag für Belastung. Der Euro fiel bis auf 1,2720 US-Dollar und kostete damit so wenig wie seit mehr als zwei Monaten nicht mehr. Zuletzt notierte der Euro leicht erholt bei 1,2737 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,2746 (Dienstag: 1,2800) Dollar festgesetzt.

 

    Einem Bericht der Nachrichtenagentur Market News International (MNI) nach sind die Chancen, dass Spanien noch in diesem Jahr einen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM stellt, deutlich gesunken. Darüber hinaus schreibt MNI mit Bezug auf EU-Kreise, dass die EZB nicht gewillt sei, ihr Anleihekaufprogramm rasch zu starten. Die Währungshüter seien mit dem aktuellen Renditeniveau bereits zufrieden. Der wegen enttäuschender September-Daten zum deutschen Export bereits angeschlagene Euro gab nach dem Bericht um einen halben Cent nach.

 

    Am Vorabend hatte das für weitere Hilfsgelder zwingend notwendige neue Hilfspaket für das akut pleitebedrohte Griechenland das Parlament in Athen passiert. Die Gemeinschaftswährung konnte von dieser Nachricht jedoch kaum profitieren. Die Mehrheit fiel denkbar knapp aus und Experten werteten das Abstimmungsergebnis als weiteren Beleg dafür, dass der Rückhalt für den beabsichtigten Reformkurs bröckelt und die politischen Risiken steigen. "Die Chancen für weitere Sparpakete sind gering", sagte Christian Schulz, Ökonom der Hamburger Berenberg Bank.

 

    Im weiteren Verlauf rücken wichtige Notenbanken in den Blickpunkt. In Frankfurt tagt zur Stunde der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), in London der geldpolitische Ausschuss der Bank of England (BoE). Während von der EZB keine entscheidenden Beschlüsse erwartet werden, wird bei der BoE mit einer hitzigen Debatte über zusätzliche Anleihekäufe gerechnet./hbr/jsl

 

 

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