06.12.2012 21:35
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Devisen: Euro fällt unter 1,30 US-Dollar - EZB stimmt Märkte auf Zinsschritt ein

    NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro (Dollarkurs) ist am Donnerstag unter die Marke von 1,30 US-Dollar gefallen. Im Fokus stand dabei die Europäische Zentralbank, deren Präsident Mario Draghi Hinweise auf eine mögliche weitere Senkung gegeben hatte. Die europäische Gemeinschaftswährung reagierte mit deutlichen Kursverlusten: Zuletzt wurde sie in New York mit 1,2963 Dollar gehandelt, nachdem das Tageshoch zuvor bei 1,3087 Dollar markiert worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3072 (Mittwoch: 1,3065) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7650 (0,7654) Euro.

 

    Die europäischen Währungshüter haben ihren Leitzins zwar zunächst auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen. Notenbankchef Draghi sagte jedoch, dass eine Reduzierung im EZB-Rat "ausführlich diskutiert" worden sei. Die Märkte interpretierten die Worte klar in Richtung Zinssenkung. "Die realwirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Schritts dürften zwar sehr begrenzt sein. Dennoch wird die Notenbank diesen Trumpf ziehen wollen", sagte Analyst Mario Gruppe von der NordLB.

 

    Darauf ließe auch die teils deutliche Korrektur der Inflations- und Wachstumsprojektionen schließen, so der Experte. Die EZB geht nun sowohl für das laufende Jahr als auch für 2013 von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung im Währungsraum aus. Zudem rechnet die Notenbank damit, dass der Preisauftrieb in nächsten Jahr deutlich nachlässt, was neuen Spielraum bei der Lockerung der Geldpolitik eröffnen könnte./jkr/tih/he

 

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