14.12.2012 12:47
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Devisen: Euro fällt unter 1,31 Dollar

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) ist am Freitag unter die Marke von 1,31 US-Dollar gefallen. Eine Stimmungseintrübung der deutschen Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe brachte die Gemeinschaftswährung etwas unter Druck. Gegen Mittag wurde der Euro bei 1,3092 Dollar gehandelt. Am Morgen hatte er ein Tageshoch bei 1,3119 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,3077 (Mittwoch: 1,3040) Dollar festgesetzt.

 

    Nachdem positive Konjunkturdaten aus China die Risikofreude an den Finanzmärkten am Morgen deutlich gehoben hatten, brachten die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone leichte Ernüchterung. Zwar fielen die Daten in der Gesamtbetrachtung sogar etwas besser als erwartet aus und kletterten auf den höchsten Stand seit März. Allerdings fiel der Wert für die Industrie in der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland überraschend zurück.

 

    Der Rückschlag zeigt nach Einschätzung der VP Bank, dass zu viel Optimismus derzeit nicht angebracht ist. "Die Investitionsbereitschaft ist nach wie vor überschaubar, was angesichts der moderaten Nachfrage und bestehender Überkapazitäten jedoch nicht überrascht", schreibt Ökonom Bernd Hartmann am Freitag. "Der grundsätzlich positive Trend lässt aber erwarten, dass die deutsche Wirtschaft in 2013 wieder an Fahrt gewinnen wird."

 

    Das Marktumfeld bleibt allerdings freundlich für den Euro. Seit Wochenbeginn hat die Gemeinschaftswährung zum Dollar um etwa zwei Cent zugelegt. Ob der Trend zum Wochenausklang anhält, dürfte auch von neuen Konjunkturdaten aus den USA abhängen. Vor allem Produktionszahlen aus der dortigen Industrie dürften das Interesse auf sich ziehen./hbr/jsl

 

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