21.12.2012 17:00
Bewerten
(0)

Devisen: Euro fällt wegen US-Haushaltsstreit unter Marke von 1,32 US-Dollar

DRUCKEN
    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro (Dollarkurs) ist am Freitag angesichts gewachsener Risiken in den USA und im Euroland Zypern unter die Marke von 1,32 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3183 Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise 1,3250 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Mittag auf 1,3209 (Donnerstag: 1,3246) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7571 (0,7549) Euro.         Die Chancen auf eine rechtzeitige Einigung im US-Haushaltsstreit zur Umschiffung der sogenannten "Fiskalklippe" sind abrupt gesunken. Republikanerführer John Boehner musste am Donnerstagabend (Ortszeit) überraschend eine von ihm angesetzte Abstimmung über Steuererhöhungen für Superreiche mit mehr als einer Million Dollar Jahreseinkommen absagen. Er räumte selbst ein, dass er im Repräsentantenhaus in dieser Frage keine Mehrheit habe.

 

    Die Chancen auf eine Einigung mit US-Präsident Barack Obama sind damit gesunken. Die Unsicherheit belastet laut Devisenexperten vor allem den Euro, da der Dollar weiter als sicherer Hafen gilt. Sollten die Republikaner mit den Demokraten von US-Präsident Barack Obama keine Lösung finden, würde eine Reihe von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen automatisch in Kraft treten. Damit könnten die USA in eine Rezession stürzen.

 

    Zudem rückte in der Eurozone die Diskussion um einen Schuldenschnitt für Zypern in den Fokus der Märkte. Bei der Rettung des angeschlagenen Eurostaats zeichnet sich keine einfache Lösung ab. Der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und Zyperns Präsident Dimitris Christofias lehnten einen Schuldenschnitt für das Land ab, während die Bundesregierung keine Position beziehen wollte. Zudem hatte die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Zyperns erneut um zwei Stufen gesenkt. Die Bonitätsnote sei von "B" auf "CCC+" reduziert worden. Hoffnung gab es jedoch aus Rußland. Präsident Wladimir Putin hat einen Beitrag für die Rettung der Mittelmeerinsel nicht ausgeschlossen.  

 

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81420 (0,81460) britische Pfund (EUR/GBP), 110,99 (111,52) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2077 (1,2079) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.651,50 (1.650,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.440,00 (39.810,00) Euro./jsl/jkr/jha/

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,19510,0011
0,09
Japanischer Yen133,9250-0,3150
-0,23
Pfundkurs0,88500,0055
0,63
Schweizer Franken1,1581-0,0011
-0,09
Russischer Rubel68,8546-0,1732
-0,25
Bitcoin3152,0400132,9001
4,40
Chinesischer Yuan7,87760,0111
0,14

Heute im Fokus

DAX geht kaum bewegt ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Bundestagswahl und DAX: Darauf hoffen Börsianer -- Lufthansa mit guten Chancen bei Air Berlin -- Apple, Siltronic, Airbus im Fokus

Siemens und Alstom ringen um Bahntechnik-Bündnis. L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestlé-Anteil. Liliane Bettencourt: Reichste Frau der Welt ist tot. China kritisiert Herabstufung durch Ratingagentur S&P. Personalvermittler Adecco setzt Erlöswachstum im dritten Quartal fort.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Allianz840400
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
BMW AG519000
Bitcoin Group SEA1TNV9
Deutsche Telekom AG555750
Amazon906866