12.04.2013 17:19
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro fällt wieder unter 1,31 US-Dollar

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist zum Wochenschluss nach missverständlichen Meldungen aus dem Krisenland Zypern unter Druck geraten. An den Finanzmärkten hatte am Freitag die Angst vor einem Scheitern des Rettungspakets zeitweise einen breiten Kursrutsch ausgelöst. Auch die Gemeinschaftswährung geriet in den Abwärtssog und rutschte im Vormittagshandel von einem Tageshoch bei 1,3126 Dollar auf ein Tief bei 1,3036 Dollar. Am Nachmittag wurde der Euro wieder mit 1,3080 Dollar gehandelt. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3052 (Donnerstag: 1,3119) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7662 (0,7623) Euro.

    "Der Euro steht immer noch unter verschärfter Beobachtung der Märkte", kommentierte Devisenexpertin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Kursverluste nach den jüngsten Nachrichten aus Zypern. Am Vormittag hatte Staatspräsident Nikos Anastasiades für Nervosität bei den Anlegern gesorgt, nachdem Forderungen nach mehr Geld von der EU als Antrag für eine Aufstockung der Finanzhilfen verstanden worden waren. Erst am Nachmittag legte sich die Aufregung. Ein Sprecher der Regierung in Nikosia stellte klar, dass keine Aufstockung des Rettungspakets gemeint war, sondern vielmehr Anträge für allgemeine EU-Subventionen.   

    Die Zypern-Episode habe gezeigt, dass nach wie vor eine hohe Nervosität am Devisenmarktvorherrsche, sagte Expertin Julien weiter. Am Nachmittag bekam der Euro dann wieder etwas Rückenwind, nachdem in den USA enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht worden waren. Der am Markt stark beachtete Umsatz im amerikanischen Einzelhandel war im März überraschend gesunken und das von der Universität von Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hatte sich zuletzt überraschend und deutlich eingetrübt.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84970 (0,85200) britische Pfund (EUR/GBP), 129,54 (130,39) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2167 (1,2187) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.535,50 (1.565,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.520,00 (37.620,00) Euro./jkr/hbr

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1128-0,0007
-0,07
Japanischer Yen123,2050-0,5500
-0,44
Britische Pfund0,76840,0070
0,91
Schweizer Franken1,10600,0007
0,06
Russischer Rubel74,21300,9936
1,36
Bitcoin470,9700-8,9100
-1,86
Chinesischer Yuan7,32800,0009
0,01

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen schwächer -- Volkswagen meldet Gewinneinbruch -- Brexit-Anhänger holen in Umfrage auf -- Rocket Internet bremst Verluste bei Start-ups -- Salzgitter im Fokus

Eurokurs bröckelt etwas ab. Rekordhoch der Arbeitslosigkeit in Brasilien. Ölpreise legen etwas zu. Fast jeder dritte Deutsche wäre für einen EU-Austritt. Deutsche Bank-Chef: "Wir schreiben in diesem Jahr möglicherweise keinen Gewinn". Zalando will Gewinne auch in kommenden Jahren nicht ausschütten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die SPD will der Union beim Koalitionsgipfel ein klares Bekenntnis für mehr Lohngleichheit von Frauen und Männern abringen. Wie stehen Sie zu diesem Thema?