Devisen: Euro gewinnt trotz anhaltender Unsicherheit
Lichtblicke in der Schuldenkrise kamen zur Wochenmitte aus Italien und Spanien. Rom traute sich erstmals in diesem Jahr, Investoren mit einer ultralangen Anleihe anzuzapfen, und konnte einen überzeugenden Auftritt bieten. Spaniens Banken lösen sich laut jüngsten Zahlen der dortigen Zentralbank langsam wieder vom Tropf der EZB. Die Ausleihungen der Institute gingen demnach im Oktober um 9,7 Prozent zurück.
Dennoch dominieren die negativen Meldungen im Währungsraum: So geht das Gerangel um die Schuldentragfähigkeit des hartnäckigsten Krisenfalls Griechenland weiter. Internationaler Währungsfonds (IWF) und Eurogruppe streiten öffentlich über den weiteren Sanierungskurs. Die deutsche Regierung erklärte unterdessen abermals, der von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker angekündigte Abschlussbericht der "Troika" aus Kontrolleuren von EU, EZB und IWF liege nach wie vor nur auszugsweise vor.
Im Schlagschatten der Dauerkrise wird die Wirtschaft der Eurozone immer stärker in Mitleidenschaft gezogen: Im September brach die Industrieproduktion im Vergleich zum Vormonat um 2,5 Prozent ein, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet. Im Jahresvergleich beträgt der Rückgang 2,3 Prozent./hbr/bgf


