Devisen: Euro gibt starke Vortagsgewinne teils ab
Händler begründeten die schwächere Tendenz des Euro zum einen mit den zähen Verhandlungen über einen Schuldenschnitt in Griechenland. Athen verhandelt bereits seit Wochen mit privaten Gläubigern über die Konditionen eines Forderungsverzichts. "Die Griechenland-Frage ist nach wie vor ungeklärt", brachte Devisenexperte Volker Weber vom Bankhaus M.M. Warburg den aktuellen Stand auf den Punkt. Darüber hinaus wurden aus dem Handel Äußerungen von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker als Belastung für den Euro genannt. Luxemburgs Premierminister hatte die Verhandlungen in Griechenland als extrem schwierig bezeichnet.
Unterstützung für den Euro kam hingegen aus Frankreich und Spanien. Die beiden Euro-Schwergewichte konnten sich abermals zu günstigeren Konditionen am Kapitalmarkt refinanzieren. Die Nachfrage nach den Staatsanleihen mit Laufzeiten von drei bis zehn Jahren war robust. Die Auswirkungen der jüngsten Herabstufungen durch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch blieben damit bislang ohne größere Auswirkungen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82765 (0,83120) britische Pfund (EUR/GBP), 99,66 (100,29) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2048 (1,2048) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.751,00 (1.740,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 41.970,00 (45.030,00) Euro./bgf/jsl/stb


