Am Morgen hängt der Euro noch seitwärts fest und verändert sich gegen 8.20 Uhr mit 1,3169
Dollar nur wenig. "Das Umfeld spricht aber für einen steigenden Euro", so ein Händler. Denn andere als stärker risikobehaftet bewertete Währungen laufen bereits voraus, so der Austral-Dollar mit einem neuen Fünf-Monats-Hoch, oder der Singapur-Dollar, der gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit über drei Monaten steigt. "Der US-Dollar leidet unter der steigenden Risikobereitschaft der Anleger", so ein Händler. Der Markt setze weiter auf eine Lösung der Griechenland-Krise und darauf, dass der Weltwirtschaft die Belastung durch eine harte Rezession in der Eurozone erspart bleibe.
Angetrieben werden könnte der Euro von Anleihen-Auktionen aus Spanien und Frankreich am Vormittag sowie von einer Rede des US-Notenbank-Chefs Ben Bernanke am Nachmittag. Der Notenbank-Chef spricht vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses zu den konjunkturellen Aussichten und zur Situation des Staatshaushalts. "Andeutungen einer weiteren Lockerung der Geldpolitik könnten zu Dollar-Verkäufen führen", meint ein Händler.
Aus technischer Sicht wäre ein Überwinden des bisherigen Jahreshochs von 1,3235 US-Dollar ein Kaufsignal, das den Euro Richtung 1,3450 Dollar führen könnte, heißt es. Unterstützt sei der Euro bei 1,30 Dollar.
Die Feinunze Gold wird mit 1.748,40 Dollar gehandelt nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 1.740 Dollar am Donnerstag.
FRANKFURT (Dow Jones)
Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum