19.02.2013 16:59
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro legt leicht zu - Yen wertet auf

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat am Dienstag nur moderat von einer spürbaren Stimmungsaufhellung unter deutschen Finanzexperten profitiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3365 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als im Tagestief. Der Yen wertete unterdessen leicht auf, weil Japan ein kleines Zeichen des Einlenkens in der derzeitigen Wechselkursdebatte lieferte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3349 (Montag: 1,3352) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7490) Euro.

 

    Nach dem schwachen Winterquartal scheinen die Vorzeichen für die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn besser zu stehen. Im Februar hatten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen zum dritten Mal in Folge deutlich aufgehellt. Mit 48,2 Punkten liegt das Stimmungsbarometer mittlerweile so hoch wie zuletzt vor der ersten Stützung Griechenlands durch seine Euro-Partner im Frühjahr 2010. Am Freitag wird sich zeigen, ob die deutschen Unternehmen den Konjunkturoptimismus der Analysten teilen. Dann wird das Ifo-Geschäftsklima veröffentlicht.

 

    Der japanische Yen wertete derweil zu Euro und Dollar auf. Finanzminister Taro Aso rückte am Dienstagmorgen Äußerungen von Premier Shinzo Abe vom Wochenbeginn zurecht. Demnach plant Japan nun doch nicht den Kauf ausländischer Staatsanleihen. "Alles andere wäre gegenwärtig auch ein falsches Signal gewesen", kommentierte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. Ein Ankauf ausländischer Bonds kann einem direkten Eingriff am Devisenmarkt nahe kommen. Bereits jetzt steht Japan in der Kritik, weil der Yen infolge einer lockeren Geldpolitik der Bank of Japan seit Monaten abwertet.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86310 (0,86190) britische Pfund (EUR/GBP), 124,81 (125,24) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2332 (1,2332) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.607,75 (1.610,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.170,00 (38.120,00) Euro./bgf/hbr/he

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,12240,0006
0,05
Japanischer Yen113,91350,9385
0,83
Britische Pfund0,86170,0001
0,01
Schweizer Franken1,0885-0,0010
-0,09
Russischer Rubel70,87140,1787
0,25
Bitcoin546,33001,2400
0,23
Chinesischer Yuan7,4779-0,0014
-0,02

Heute im Fokus

DAX mit kräftigem Aufschlag -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec-Staaten einigen sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften. VW-Chef Müller macht sich Sorgen über US-Strafzahlungen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?