23.11.2012 17:00
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro legt nach positiven Konjunktursignalen zu

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat seinen Aufwärtstrend am Freitag dank überraschend guter Konjunkturdaten fortgesetzt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2965 US-Dollar und damit einen Cent mehr als im asiatischen Handel. Im Wochenverlauf ergibt sich trotz der Hängepartie um Griechenland ein Gewinn von zwei Cent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2909 (Donnerstag: 1,2893) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7747 (0,7756) Euro.

 

    Auftrieb erhielt der Euro zum Wochenausklang vom Ifo-Geschäftsklima, dem wichtigsten Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Erstmals seit März hatte sich die Stimmung in den befragten deutschen Unternehmen verbessert. Bankvolkswirte kommentierten, dies ändere zwar wenig an den schlechten Aussichten für die Wintermonate. Allerdings könnte die deutsche Konjunktur bereits Anfang kommenden Jahres wieder in Schwung kommen. Infolge der Euro-Schuldenkrise wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal erstmals seit einem Jahr schrumpft.

 

    Dass der Euro in der laufenden Woche trotz stockender Griechenland-Hilfe spürbar zulegen konnte, begründen Devisenexperten vor allem mit der Zuversicht auf eine baldige Lösung. Mitte der Woche hatten die internationalen Geldgeber Gespräche vertagt, weil sie sich nicht auf die Auszahlung weiterer Hilfskredite für Athen einigen konnten. Am Montag werden sich die Euro-Finanzminister erneut mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) an einen Tisch setzen. Streit gibt es vor allem darum, wie die erneut aus dem Ruder gelaufene Staatsverschuldung Griechenlands wieder unter Kontrolle gebracht werden kann.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81010 (0,80770) britische Pfund (EUR/GBP), 106,19 (106,42) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2050 (1,2045) Schweizer Franken (EUR/JPY) festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.734,50 (1.731,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 42.550,00 (42.510,00) Euro./bgf/hbr/he

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1139-0,0003
-0,02
Japanischer Yen122,66500,1450
0,12
Britische Pfund0,76240,0006
0,08
Schweizer Franken1,1063-0,0006
-0,05
Russischer Rubel73,4852-1,4515
-1,94
Bitcoin403,82000,2600
0,06
Chinesischer Yuan7,3033-0,0021
-0,03

Heute im Fokus

DAX schließt über 10.000 Punkten -- Wall Street schließt im Plus -- Monsanto lehnt Bayer-Milliardenofferte ab -- Razzia bei Google in Paris -- GE, Deutsche Bank, Evonik im Fokus

adidas setzt bei Produktion stückweise wieder auf 'Made in Germany'. Bayer-Chef Baumann deckt sich mit Aktien ein. BoE würde bei EU-Nein nicht zwangsläufig Zinsen senken. Nokia streicht nach Alcatel-Kauf über 10.000 Jobs. BMW will Tesla erst 2021 angreifen. Sky hebt Preise an - Kunden wird aber Sonderkündigungsrecht verwehrt.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?