22.03.2013 13:12
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Devisen: Euro legt zu - Märkte bauen auf Zypern-Lösung

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat am Freitag spürbar von der offensichtlich vorherrschenden Zuversicht auf eine Lösung der Zypern-Krise profitiert. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2966 US-Dollar und damit fast einen Cent mehr als im Tagestief. Der Dollar lag zuletzt bei 0,7716 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2910 (Mittwoch: 1,2945) Dollar festgesetzt.

    Obwohl die Aussichten auf eine Einigung zwischen Zypern und seinen europäischen Geldgebern auf Finanzhilfen alles andere als gut sind, zeigten sich die Marktteilnehmer gelassen. Offenbar wird auf eine Lösung am Wochenende gebaut oder die Auswirkungen eines Fehlschlags als nicht allzu groß eingeschätzt. Bankanalysten sehen dies anders: Die Bank of America Merrill Lynch rechnet im Falle eines Ausstiegs Zyperns aus der Eurozone mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im dem Währungsraum um bis zu drei Prozent im laufenden Jahr.

    Ebenfalls unbeeindruckt zeigten sich Devisenanleger von der schlechteren Stimmung in deutschen Unternehmen. Das Ifo-Geschäftsklima war im März erstmals seit fünf Monaten wieder gesunken, wenn auch nicht besonders stark. Bankvolkswirte interpretierten die Umfrageergebnisse als kleinen Rückschlag. Die erwartete Konjunkturerholung dürfte dadurch nicht in Frage gestellt werden - soweit die Schuldenkrise mit der vertrackten Lage in Zypern nicht wieder eskaliert./bgf/hbr

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