24.01.2013 16:58
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro legt zu - Yen unter Druck

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat am Donnerstag auf positive Konjunkturdaten mit Kursgewinnen reagiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3360 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als am Morgen. Der Yen, der infolge von Abwertungsbemühungen der japanischen Regierung derzeit besonders im Fokus steht, geriet unterdessen weiter unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3349 (Mittwoch: 1,3330) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7502) Euro.

 

    Unterstützung erhielt der Euro von der überwiegend guten Stimmung an den Börsen und positiv aufgenommenen Konjunkturzahlen aus dem Währungsraum. So ist der stark beachtete Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage in den Chefetagen wichtiger Unternehmen, im Januar zum dritten Mal in Folge gestiegen. Obwohl die Aufhellung vor allem auf Zahlen aus Deutschland zurückgeht, zeigten sich Bankvolkswirte zuversichtlich. Demnach könnte der Euroraum als Ganzes die Rezession bereits im Frühjahr hinter sich lassen. Große Krisenländer wie Italien oder Spanien dürften jedoch frühestens zum Jahresende wieder wachsen.

 

    Der japanische Yen, der bereits in den vergangenen Monaten deutlich abgewertet hat, stand am Donnerstag abermals unter Druck. Händler nannten Äußerungen des japanischen Vize-Wirtschaftsministers als Grund. Yasutoshi Nishimura hatte den Abwärtstrend des Yen als noch nicht beendet bezeichnet. Das unter Wirtschaftsflaute und Deflation leidende Japan versucht derzeit mit einer sehr lockeren Geld- und Haushaltspolitik, das Wachstum nicht zuletzt über eine Schwächung des Yen anzukurbeln. Dieser Kurs zieht internationale Kritik auf sich. Nicht wenige Experten warnen vor einem "Währungskrieg", sollten andere Länder dem Beispiel Japans folgen.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84390 (0,84070) britische Pfund (EUR/GBP), 119,73 (117,98) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2417 (1,2385) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.671,00 (1.690,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.740,00 (40.100,00) Euro./bgf/hbr/stb

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0982-0,0010
-0,09
Japanischer Yen115,1105-1,2295
-1,06
Britische Pfund0,8361-0,0005
-0,06
Schweizer Franken1,09010,0064
0,59
Russischer Rubel72,53250,5690
0,79
Bitcoin596,9800-2,7000
-0,45
Chinesischer Yuan7,3277-0,0142
-0,19

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Commerzbank-Gewinn sackt um ein Drittel ab -- Analyst: Apple hat beste Zeiten hinter sich -- McDonald's enttäuscht mit mageren Quartalszahlen -- VW, Covestro, Kontron im Fokus

Mobileye beendet Zusammenarbeit mit Tesla. DuPont vor Fusion mit Dow Chemical mit kräftigem Gewinnsprung. Diese Aktien sollten Anleger kaufen, wenn Donald Trump US-Präsident wird. Hiobsbotschaft aus britischer Wirtschaft schreckt Währungshüter auf. Finanzchef verlässt METRO-Tochter Media-Saturn.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?