20.06.2013 21:10
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro nach Fed-Kommentaren weiter unter Druck

    NEW YORK (dpa-AFX) - Die jüngsten geldpolitischen Signale der US-Notenbank Fed haben den Euro (Dollarkurs) zum Dollar am Donnerstag auch im US-Geschäft belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3210 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise über der Marke von 1,33 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3200 (Mittwoch: 1,3406) Dollar festgesetzt.

    Fed-Chef Ben Bernanke hatte am Vorabend erstmals einen groben Zeitplan vorgegeben, wann das milliardenschwere Anleihekaufprogramm beendet werden könnte. Demnach könnte die Fed die Anleihekäufe bereits im laufenden Jahr vermindern und Mitte des kommenden Jahres ganz auslaufen lassen. Der Euro verlor danach insgesamt über zwei Cent zum Dollar. Auch andere Währungen gaben zum Dollar deutlich nach. "Vor allem die Vorlage dieses recht konkreten Zeitplans hat die Märkte überrascht und den Dollar auf Höhenflug geschickt", sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Damit steuert die US-Notenbank langsam auf eine Normalisierung der Geldpolitik hin.

    Die Änderung der Notenbankpolitik und die sich zuletzt verbesserten Wirtschaftsdaten sprechen laut Rieke für den Dollar. "Allerdings ist eine starke Aufwertung des Dollar zum Euro unwahrscheinlich." Die am Donnerstag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone würden für eine Erholung der Wirtschaft im Euroraum sprechen. Das mache eine weitere Zinssenkung durch die EZB unwahrscheinlicher. "Im Gegensatz zur EZB weitet die US-Notenbank immer noch ihre Bilanzsumme aus", sagte Rieke. Die Bilanzsumme der EZB gehe hingegen schon seit geraumer Zeit zurück. Diese Entwicklung dürfte laut Rieke bei einer Konjunkturerholung in der Eurozone wieder stärker in den Blick der Märkte geraten und den Euro stützen./edh/jsl/he

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1119-0,0105
-0,93
Japanischer Yen133,3595-1,7255
-1,28
Britische Pfund0,7289-0,0047
-0,64
Schweizer Franken1,0846-0,0038
-0,34
Russischer Rubel74,5334-0,4834
-0,64
Bitcoin206,07001,8600
0,91

Heute im Fokus

EZB-Geldpolitik treibt DAX über 10.300er-Marke -- IWF ruft US-Notenbank zur Verschiebung von Zinswende auf -- Evonik, Deutsche Bank, ZEAL Network im Fokus

Air Berlin könnte 1.000 Stellen streichen. Kabel Deutschland-Aktie verschwindet vom Kurszettel. Schaefflers weiter reichste Deutsche. Schlappe für Allianz: Pimcos Top-Fonds fällt unter 100 Milliarden Dollar. VWs Finanzchef Pötsch wird Piëch-Nachfolger.
Deutsche Bank unter den Top 20

Welches Land hat die glücklichste Volkswirtschaft?

So plaziert sich Deutschland

Umfrage

In den zurückliegenden Jahren kletterten die Börsen zum Teil erheblich. Haben Sie analog dazu Ihren Zertifikate-Anteil im Portfolio erhöht?