03.01.2013 16:49
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro rutscht ab - Ernüchterung nach US-Haushaltskompromiss

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) ist am Donnerstag von schwächeren Börsen in Europa und den USA belastet worden. Beobachter sprachen von Ernüchterung nach der euphorischen Reaktion auf den US-Fiskalkompromiss zur Wochenmitte. Im Tief sank die Gemeinschaftswährung auf 1,3083 US-Dollar. So wenig hatte sie zuletzt Mitte Dezember gekostet. Am späten Nachmittag kostete der Euro gut 1,31 Dollar und damit knapp einen US-Cent weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3102 (Mittwoch: 1,3262) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7632 (0,7540) Euro.

 

    An den Finanzmärkten sorgten skeptische Äußerungen großer Ratingagenturen für schlechte Stimmung. Nachdem die USA den Sturz von der Fiskalklippe zunächst vermieden haben, sprach die Agentur Moody's von einem nur kleinen Schritt in Richtung nachhaltiger Finanzpolitik. Sollte das hohe Staatsdefizit nicht bald reduziert werden, könnte die Bonität der USA schaden nehmen. Auch die Ratingagentur Standard & Poor's lenkte den Blick auf die anstehenden Verhandlungen über Ausgabenkürzungen und die Erhöhung der Schuldenobergrenze. Experten erwarten erneut ein hartes politisches Ringen.

 

    Neue Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt konnten die Stimmung der Investoren nicht nennenswert aufhellen. Dennoch lieferten sie eine positives Signal für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung. So hatte die US-Privatwirtschaft im Dezember so viele neue Jobs wie seit rund einem dreiviertel Jahr nicht mehr geschaffen. Der Arbeitsmarkt ist eine der wichtigsten Orientierungsgrößen für die Geldpolitik der Notenbank Fed. Erst vor wenigen Wochen hatte sie ihre Zinspolitik an die Entwicklung am Jobmarkt gekoppelt. Demnach ist an Zinserhöhungen der Fed nicht zu denken, so lange die Arbeitslosenquote nicht unter 6,5 Prozent fällt. Zurzeit liegt sie bei 7,7 Prozent.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81075 (0,81400) britische Pfund (EUR/GBP), 113,93 (115,38) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2090 (1,2090) Schweizer Franken (EUR/CHF) festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.679,50 (1.693,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 40.690,00 (40.140,00) Euro./bgf/jsl

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,26600,0014
0,1107
Japanischer Yen136,8600-0,0650
-0,0475
Britische Pfund0,7881-0,0007
-0,0887
Schweizer Franken1,2062-0,0004
-0,0290
Hong Kong-Dollar9,82070,0110
0,1119
Bitcoin283,59000,6500
0,2297
weitere Devisen im Währungsrechner

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?

Anzeige