27.03.2013 16:52
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro rutscht auf Viermonatstief - Zypern-Krise und Italien belasten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zypern-Krise und zunehmende Sorgen um die politische Lage in Italien haben dem Euro (Dollarkurs) zur Wochenmitte stark zugesetzt. Am Mittwoch fiel die Gemeinschaftswährung um über einen Cent und erreichte bei 1,2750 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte November. Am Nachmittag konnte sich der Euro nur leicht auf 1,2774 Dollar erholen. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2768 (Dienstag: 1,2861) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7832 (0,7775) Euro.

    "Am Devisenmarkt herrscht eine hohe Unsicherheit", beschrieb Experte Harwig Wild vom Bankhaus Metzler die Lage. Viele Anleger blicken mit Sorge auf das verlängerte Osterwochenende. Am Donnerstag sollen in Zypern die Banken erstmals seit dem 16. März wieder öffnen. Die Regierung will mit Einschränkungen im Zahlungsverkehrs einen starken Kapitalabfluss verhindern. Außerdem konnte sich der Euro immer noch nicht von seinem Schock zu Wochenbeginn erholen. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte für massive Kursverluste gesorgt, als er die Zypern-Rettung als Blaupause für andere Euroländer bezeichnete.

    Außerdem rückte das Krisenland Italien im Handelsverlauf stärker in den Fokus der Anleger. Das Land leidet unter einer Rezession und wird von politischem Stillstand bedrohte. Laut jüngsten Meldungen konnte der Spitzenkandidat des Mitte-Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, bei seiner Suche nach einer Regierungsmehrheit keine Fortschritte erzielen. Hinzu kamen Gerüchte über eine drohende Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch eine Ratingagentur und eine nur mäßig erfolgreiche Versteigerung italienischer Staatsanleihen. "Im Tagesverlauf legten die Zinssätze für italienische Staatsanleihen stark zu und sorgten damit ebenfalls für Verkaufsdruck beim Euro", sagte Experte Wild.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84515 (0,84900) britische Pfund (EUR/GBP), 120,30 (121,25) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2174 (1,2209) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.603,00 (Vortag: 1.598,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.460,00 (39.260,00) Euro./jkr/jsl/he

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1160-0,0025
-0,22
Japanischer Yen114,39300,4130
0,36
Britische Pfund0,8513-0,0022
-0,26
Schweizer Franken1,09490,0001
0,01
Russischer Rubel72,45910,0293
0,04
Bitcoin521,92005,1600
1,00
Chinesischer Yuan7,4511-0,0239
-0,32

Heute im Fokus

DAX legt zu -- Dow stabil erwartet -- Apple soll bis zu 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen - Irland widerspricht -- VW-Chef: Lieferstreit hat Folgen -- Evonik im Fokus

So witzig nimmt Microsoft Apples MacBook Air aufs Korn. Wen nehmen aktivistische Investoren nach STADA ins Visier?. Wirecard-Aktie legt nach Analystenlob kräftig zu. Sprit-Skandal bei Mitsubishi weitet sich aus. Facebook will Nutzer Sicherheitscheck auslösen lassen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese deutschen Krankenkassen sind beliebt
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Apples iPhone 7 steht vor der Tür. Kaufen Sie sich das neue Modell?