21.06.2013 17:30
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro sinkt auf Zweiwochentief - Fed und Athen belasten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) ist am Freitag zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen gefallen. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,3128 Dollar. Das waren gut ein Cent weniger als am Morgen und zwei Cent weniger als zu Wochenbeginn. Ausschlaggebend für die Verluste sind die US-Geldpolitik und neue Sorgen um Griechenland. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3180 (Donnerstag: 1,3200) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7587.

    Nachdem der Euro bis zur Wochenmitte auf gut 1,34 Dollar zugelegt hatte, verpasste ihm die geldpolitische Wende in den USA einen massiven Dämpfer. Seither hat die Gemeinschaftswährung dreieinhalb Cent an Wert verloren. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte zur Wochenmitte eine baldige Verringerung der milliardenschweren Fed-Anleihekäufe in Aussicht gestellt. Der Dollar konnte davon stark profitieren, weil eine geringere Geldschwemme den Außenwert des Dollar stützt. Darüber hinaus gab sich die Federal Reserve zuversichtlicher für die Konjunktur, was die amerikanische Währung attraktiver macht.

    Am Freitag wurde der Euro darüber hinaus von neuen Problemen in Griechenland belastet. Zum einen verließ mit der Demokratischen Linken der kleinste Koalitionspartner die Regierung. Hintergrund ist der Streit um die Schließung des staatlichen Rundfunks ERT. Zudem droht der Internationale Währungsfonds (IWF) einem Zeitungsbericht zufolge, seine Finanzhilfen für Athen einzustellen. Grund: Der IWF hat im Staatshaushalt Athens eine Finanzierungslücke für das zweite Halbjahr 2014 ausgemacht, die nun gestopft werden muss. Ansonsten wäre es dem IWF seinen eigenen Regeln zufolge verboten, zusätzliche Hilfen auszuzahlen.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85330 (0,85450) britische Pfund (EUR/GBP), 128,66 (129,26) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2257 (1,2319) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.295,25 (1.292,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.870,00 (31.180,00) Euro./bgf/jsl/he

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,13790,0028
0,25
Japanischer Yen121,8805-0,8645
-0,70
Britische Pfund0,78040,0032
0,40
Schweizer Franken1,0964-0,0007
-0,06
Russischer Rubel73,1502-0,4530
-0,62
Bitcoin396,31000,1600
0,04
Chinesischer Yuan7,38300,0328
0,45

Heute im Fokus

DAX deutlich im Minus -- Carl Icahn steigt bei Apple aus -- Amazon kann Umsatz steigern -- Öl- und Gaspreise belasten BASF -- LinkedIn mit kräftigem Umsatzplus -- Postbank, PUMA im Fokus

Weidmann: Notenbanken können Sparern keine Mindestrendite versprechen. Porsche SE peilt nach Abgaskrise wieder Gewinn an. Goldpreis legt kräftig zu. Linde bleibt vorsichtig . Georg Thoma verlässt den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Banken-Sorgenkind RBS erneut mit hohem Verlust. Conti ist nach gutem Jahresstart optimistischer für das Gesamtjahr.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
Die schönsten Geldscheine der Welt
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Diese Promis haben den Staat um Millionen betrogen

Umfrage

Daimler will am Diesel als Kraftstoff für Autos trotz Kritik an Abgasmanipulationen festhalten. Wie stehen Sie zum Diesel?