Devisen: Euro stabilisiert sich nach Verlusten - US-Haushaltsstreit belastet
In den USA drohen die Haushaltsgespräche zwischen Regierung und Kongress zu scheitern. In der Nacht zum Freitag war es dem republikanischen Verhandlungsführer John Boehner nicht gelungen, eine Mehrheit des Repräsentantenhauses hinter seinen Kompromissvorschlag zu bringen. Dies schwächt die Verhandlungsposition Boehners gegenüber der Regierung und verringert die Chancen, dass die USA vor dem Jahresende die "Fiskalklippe" umschiffen können. Anfang 2013 drohen in Amerika derart massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. Die Verunsicherung belastet laut Beobachtern den Euro. Der US-Dollar gilt hingegen weiter als sicherer Hafen.
In der Krise der Eurozone rückt Zypern verstärkt und den Blick. In der Nacht zum Freitag stufte die Ratingagentur Standard & Poor's das kleine Euroland zum dritten Mal in weniger als einem halben Jahr ab. Zypern benötigt dringend finanzielle Unterstützung, insbesondere um seinen zu großen Bankensektor rekapitalisieren zu können. Zudem gibt es zunehmend Spekulationen um einen möglichen Schuldenschnitt. Zyperns Präsident Dimitris Chritofias und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker haben dies jedoch ausgeschlossen./jsl/bgf


