21.12.2012 13:13
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Devisen: Euro stabilisiert sich nach Verlusten - US-Haushaltsstreit belastet

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs (Dollarkurs) hat sich am Freitag nach zunächst deutlichen Verlusten bei der Marke von 1,32 US-Dollar stabilisiert. Die Unsicherheit sei angesichts des verschärften US-Haushaltsstreit gestiegen und belaste den Euro, hieß es aus dem Handel. Gegen Mittag wurde der Euro bei 1,3205 Dollar gehandelt. In der Nacht auf Freitag hatte er noch zeitweise 1,3253 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3246 (Mittwoch: 1,3302) Dollar festgesetzt.

 

    In den USA drohen die Haushaltsgespräche zwischen Regierung und Kongress zu scheitern. In der Nacht zum Freitag war es dem republikanischen Verhandlungsführer John Boehner nicht gelungen, eine Mehrheit des Repräsentantenhauses hinter seinen Kompromissvorschlag zu bringen. Dies schwächt die Verhandlungsposition Boehners gegenüber der Regierung und verringert die Chancen, dass die USA vor dem Jahresende die "Fiskalklippe" umschiffen können. Anfang 2013 drohen in Amerika derart massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. Die Verunsicherung belastet laut Beobachtern den Euro. Der US-Dollar gilt hingegen weiter als sicherer Hafen.

 

    In der Krise der Eurozone rückt Zypern verstärkt und den Blick. In der Nacht zum Freitag stufte die Ratingagentur Standard & Poor's das kleine Euroland zum dritten Mal in weniger als einem halben Jahr ab. Zypern benötigt dringend finanzielle Unterstützung, insbesondere um seinen zu großen Bankensektor rekapitalisieren zu können. Zudem gibt es zunehmend Spekulationen um einen möglichen Schuldenschnitt. Zyperns Präsident Dimitris Chritofias und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker haben dies jedoch ausgeschlossen./jsl/bgf

 

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