31.12.2012 17:05
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Devisen: Euro steigt über 1,32 Dollar - US-Haushaltsstreit im Blick

    NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro (Dollarkurs) ist am Montag im frühen US-Handel wieder über 1,32 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3214 Dollar. Im Vormittagshandel war der Euro noch zeitweise bis auf 1,3166 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3194 (Freitag: 1,3183) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7579 (0,7586) Euro. Auf Jahressicht hat sich der Eurokurs zum Dollar um knapp zwei Prozent verteuert.

 

    Die Hoffnung auf eine Lösung im US-Haushaltsstreit sei am Montag ein wenig gestiegen, sagten Händler. Zuletzt hatte sich Vizepräsident Joe Biden in die Verhandlungen eingeschaltet, um in letzter Minute einen Kompromiss zwischen Demokraten und Republikaner auszuhandeln. Beide Lager streiten über Steuererhöhungen für Reiche sowie Ausgabenkürzungen. Der US-Senat soll an diesem Montag (17.00 Uhr MEZ) zusammentreten und über einen Gesetzentwurf abstimmen. Im Senat haben die Demokraten von US-Präsident Barack Obama eine Mehrheit. Danach muss allerdings auch noch das Repräsentantenhauses zustimmen. Dort sind die Republikaner in der Mehrheit. Gibt es bis zum Jahresende keine Einigung, würden automatisch Steuererhöhungen und massive Ausgabenkürzungen in Kraft treten.

 

    Der Euro leidet laut Marktteilnehmern tendenziell unter der Unsicherheit, während der Dollar als vermeintlich sichere Währung davon profitiere. Vor dem Jahreswechsel sei der Handel aber sehr dünn und wenig aussagekräftig. So hatte die Börse in Frankfurt am Montag geschlossen.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81610 (0,81695) britische Pfund (EUR/GBP), 113,61 (113,50) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2072 (1,2080) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 1.664,00 (1.657,50) Dollar gefixt. Wegen des verkürzten Handels fand am Nachmittag keine Preisfeststellung statt. Auf Jahressicht hat sich die Feinunze in Dollar gerechnet um knapp sechs Prozent verteuert. /he

 

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