06.11.2012 16:35
Bewerten
 (0)

Devisen: Euro tritt vor US-Wahl auf der Stelle

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro (Dollarkurs) hat am Dienstag auf der Stelle getreten. Am Devisenmarkt sind die Augen auf die Präsidentschaftswahlen in den USA gerichtet. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2803 US-Dollar und damit in etwa soviel wie am Vortag. Zu Wochenbeginn war der Euro bereits auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2800 (Montag: 1,2777) Dollar festgesetzt.

 

    Vor den US-Wahlen bleibt der Euro durch die prekäre Lage in Griechenland belastet. Am Mittwoch muss die Regierungskoalition des akut pleitebedrohten Euro-Staats einem neuen Sparpaket zustimmen, um sich für weitere Hilfen zu qualifizieren. Am Sonntag muss der Haushalt für 2013 das Parlament passieren. Der Ausgang ist ungewiss, das Land steht vor einer Zerreißprobe. Nach Einschätzung von Experte Thomas Amend vom Bankhaus HSBC Trinkaus dürfte der Euro deshalb angeschlagen bleiben: "Es zeichnet sich bisher offenbar noch keine sichere Mehrheit für die Sparbeschlüsse ab."

 

    Die ersten aussagekräftigen Wahlergebnisse aus den USA werden erst in der Nacht erwartet. "Bisher zeigt sich der Devisenmarkt sehr entspannt", kommentierte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. "Das dürfte vor allem daran liegen, dass er keinen klaren Favoriten hat." Alles deutet auf ein enges Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney hin. Vor der Wahlentscheidung sorgten überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland für Ernüchterung. In der größten Euro-Volkswirtschaft gingen die Auftragseingänge der Industrie im September unerwartet deutlich zurück.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80095 (0,79990) britische Pfund (EUR/GBP), 102,60 (102,60) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2075 (1,2063) Schweizer Franken (EUR/CHF) festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.691,00 (Vortag: 1.683,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41.810,00 (41.460,00) Euro./hbr/jsl/he

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1074-0,0005
-0,05
Japanischer Yen113,4900-0,2850
-0,25
Britische Pfund0,8298-0,0006
-0,08
Schweizer Franken1,0857-0,0003
-0,02
Russischer Rubel70,9695-1,3340
-1,85
Bitcoin581,4200-6,5100
-1,11
Chinesischer Yuan7,37620,0142
0,19

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich im Plus -- Dow fester -- Soros wettet gegen Deutsche Bank -- Abgasaffäre in USA soll VW über 14,7 Milliarden Dollar kosten -- Großbritannien-Rating gesenkt -- K+S, RWE im Fokus

KUKA schließt Investorenvereinbarung mit Midea. Nach Brexit-Entscheid droht Freihandelsabkommen TTIP das Aus. Salzgitter rechnet mit besserem Ergebnis im Gesamtjahr. US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 1,1 Prozent. Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro. Was Elon Musk mit der SolarCity-Übernahme wirklich vorhat.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?