Devisen: Euro vor drittem Wochenverlust - Thema Schuldenkrise nimmt kein Ende
Angesichts des G8-Treffens in den USA gilt es eine Woche voller neuer Eskalationen der europäischen Schuldenkrise zu verdauen. Das pleitebedrohte Griechenland steht vor Neuwahlen und einer ungewissen Zukunft in der Währungsunion. Seit Wochenbeginn haben Bankkunden massenhaft Geld von ihren Konten ins Ausland überwiesen. Am Donnerstagabend stufte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit auf die niedrigste Stufe vor dem Zahlungsausfall herab. "Griechenland drückt die Risikofreude an den Devisenmärkten nach wie vor", sagt Boris Schlossberg, Experte beim Online-Broker GFT Forex.
Unterdessen machen dem großen Euro-Sorgenkind Spanien seine Probleme im Bankensektor weiter zu schaffen. Die Finanzreform der Vorwoche fiel an den Märkten durch. Am späten Donnerstagabend strafte die Ratingagentur Moody's die spanischen Banken ab. In einem Rundumschlag wurde die Bonität von 16 Instituten gesenkt. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte am Freitag gegenüber dem französischen Rundfunk-Sender Europe 1, dass sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten erst in ein bis zwei Jahren legen werden. "Jeder scheint derzeit gegen den Euro zu sein - es ist eine sehr populäre Wette", erklärt GFT-Analyst Schlossberg./tih/fn


