08.11.2012 21:08
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Devisen: Eurokurs bleibt nach EZB-Sitzung unter Druck

    NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs (Dollarkurs) ist am Donnerstag unter Druck geblieben. Ein trüber Wachstumsausblick von EZB-Chef Mario Draghi belastete die Gemeinschaftswährung. Der Euro war zwischenzeitlich bis auf 1,2717 US-Dollar gefallen und hatte damit ein neues Zweimonatstief erreicht. Zuletzt wurde er etwas erholt bei 1,2749 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2736 (Mittwoch: 1,2746) Dollar festgesetzt.

 

    Zwar hat die EZB ihren Leitzins wie von Ökonomen erwartet vorerst nicht weiter gesenkt, allerdings wird sich die Wirtschaft des Euroraums ihrer Einschätzung nach nicht so schnell erholen. Auch Ende 2012 und im kommenden Jahr dürfte das Wachstum schwach bleiben, sagte EZB-Präsident Draghi im Anschluss an den Zinsentscheid. Experten sind uneins, was das mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bedeutet. "Draghi hat in gewisser Weise Zinssenkungen angedeutet", sagt UBS-Devisenstratege Geoffrey Yu. Dagegen meint Notenbank-Analyst Michael Schubert von der Commerzbank: "Damit die EZB nochmals die Zinsen senkt, muss die wirtschaftliche Lage noch ein gutes Stück schlechter werden."

 

    Am Devisenmarkt fielen die Reaktionen auf die EZB-Sitzung entsprechend unentschlossen aus. Schwache Daten zu den deutschen Exporten sowie anhaltende Sorgen wegen der steigenden politischen Risiken in Griechenland hatten den Euro bereits in Mitleidenschaft gezogen. Medienberichte, wonach Anleihekäufe der Notenbank zugunsten des kriselnden Euro-Schwergewichts Spaniens weiterhin nicht in Sicht seien, ließen den Kurs weiter fallen. Draghis Aussagen zur Lage der Wirtschaft passten zur trüben Stimmung. Zu möglichen EZB-Hilfen für Krisenländer wiederholte der Top-Notenbanker nur Altbekanntes./la/he

 

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