27.12.2012 17:12
Bewerten
 (0)

Devisen: Eurokurs gefallen - Keine Bewegung im US-Haushaltsstreit

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro (Dollarkurs) ist belastet durch den feststeckenden US-Haushaltsstreit am Donnerstag unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3232 Dollar gehandelt. Im Mittagshandel war der Euro noch zeitweise bis auf 1,3284 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3266 (Montag: 1,3218) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7538 (0,7565) Euro.

 

    Der anhaltende Haushaltsstreit sorge weiter für große Verunsicherung an den Märkten, sagten Händler. Die USA werden nach Einschätzung des Mehrheitsführers im Senat, Harry Reid, wahrscheinlich von der sogenannten Fiskalklippe stürzen. "Derzeit passiert nichts im Haushaltsstreit", sagte der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Senat. Er wisse nicht wie die Klippe rechtzeitig umgangen werden könne. Gelingt bis zur Silvesternacht in den Bemühungen um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, dann kämen vom 1. Januar an Steuererhöhungen und automatische massive Ausgabenkürzungen zu, was auch die Weltwirtschaft belasten würde. Der US-Dollar profitierte von der Entwicklung, da er als sichere Währung gilt.

 

    Am Vormittag hatte der Euro noch merklich zugelegt. Gestützt wurde er laut Händler von einem im Dezember überraschend gestiegenen französischen Verbrauchervertrauen. In Italien kletterte das Unternehmensvertrauen zum dritten Mal in Folge und zudem stärker als erwartet. Italien hatte sich am Vormittag außerdem problemlos am Geld- und Anleihemarkt refinanziert.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81990 (Montag: 0,81750) britische Pfund (EUR/GBP), 113,87 (111,64) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2082 (1,2070) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1655.50 (Montag: 1.662,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.400,00 (Freitag: 39.440,00) Euro./jsl/she

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,11110,0035
0,31
Japanischer Yen114,8525-1,7675
-1,52
Britische Pfund0,84390,0019
0,23
Schweizer Franken1,0827-0,0036
-0,33
Russischer Rubel74,53820,6339
0,86
Bitcoin595,59000,7401
0,12
Chinesischer Yuan7,39150,0194
0,26

Heute im Fokus

DAX im Plus -- QIAGEN überrascht mit guten Zahlen -- HeidelbergCement verdient kräftig -- Amazon mit Rekordgewinn -- Alphabet meldet deutliches Umsatzwachstum -- SolarWorld, VW im Fokus

Chinesischer Investor legt Übernahmeangebot für AIXTRON vor. CANCOM legt weiter zu. Sony mit Gewinneinbruch. HeidelbergCement verdient kräftig. Sanofi von Wechselkursen und Venezuela belastet. Stellenabbau bei Microsoft fällt größer aus. Japans Zentralbank enttäuscht Finanzmärkte. Gewinn von Vermögensverwalter UBS schrumpft.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?