07.11.2012 21:27
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Devisen: Eurokurs gerät stark unter Druck - US-Wahl stützt nur vorübergehend

    NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs (Dollarkurs) hat am Mittwoch nur kurz vom Wahlausgang in den USA profitiert und ist zuletzt stark unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,2766 US-Dollar. Zuvor hatte sie mit 1,2737 Dollar den tiefsten Stand seit zwei Monaten erreicht. Vor Eröffnung des europäischen Börsenhandels war der Euro noch zeitweise bis auf 1,2876 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2746 (Dienstag: 1,2800) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7846 (0,7813) Euro.

 

    "Im asiatischen und frühen europäischen Handel hatte der Euro noch von dem eindeutigen Wahlsieg von Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen profitiert", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Vor allem die steigenden Aktienmärkte hätten den Euro mit nach oben gezogen. Eine längere Hängepartie sei mit dem klaren Wahlergebnis vermieden worden, sagte Rieke. Der Euro geriet jedoch um die Mittagszeit stark unter Druck, als auch die US-Anleger an den Markt zurückkehrten. "Einige Investoren hatten sich offenbar Hoffnungen auf Steuersenkungen durch Mitt Romney und auf eine insgesamt wirtschaftsfreundlichere Politik zum Beispiel bei Umweltfragen gemacht", sagte Rieke.

 

    Für Unsicherheit sorgt zudem die im griechischen Parlaments anstehende Abstimmung im Parlament über das 13,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket. Die Entscheidung soll am Abend getroffen werden. "Der Devisenmarkt erwartet trotz der Abweichler im Regierungslager eine Zustimmung, da sie für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone überlebenswichtig ist", sagte Rieke. Der Eurokurs könnte in den kommenden Tagen laut Rieke weiter unter Druck geraten, da er aus seiner Handelsspanne der vergangenen Woche ausgebrochen sei. Entscheidend bleibe für die Kursentwicklung jedoch die Lage an den Aktienmärkten./la/he

 

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