16.01.2013 17:10
Bewerten
 (0)

Devisen: Eurokurs legt Berg- und Talfahrt hin

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Aussagen von Politikern und Notenbankern haben den Kurs des Euro (Dollarkurs) am Mittwoch auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Die europäische Gemeinschaftswährungen wurde zuletzt mit 1,3304 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3277 (Dienstag: 1,3327) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7532 (0,7504) Euro.

 

    "Aussagen zur Höhe des Euro-Wechselkurses haben den Handel bestimmt", sagte Sebastian Sachs, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. So hatte bereits am Dienstagabend der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, den Eurokurs als "gefährlich hoch" bezeichnet. Daraufhin war der Euro unter Druck geraten. Aussagen von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny vom Mittwoch haben dann laut Sachs eine Gegenbewegung ausgelöst. "Man sollte die kurzfristigen Wechselkursschwankungen nicht überbewerten", sagte der Chef von Österreichs Notenbank. Er sehe darin keinen langfristigen Trend. Daher sei der jüngste Anstieg noch kein Grund zur großen Sorge. Der Eurokurs stieg nach seinen Aussagen und kletterte auf ein Tageshoch von 1,3325 Dollar, nachdem er zuvor noch 1,3270 Dollar gekostet hatte.

 

    "Der Markt will die Dinge derzeit eher positiv für den Euro sehen und hat daher so stark auf die Aussagen reagiert", sagte Sachs. Das Aufwärtspotenzial sei aber begrenzt, da es nach den jüngsten Kursgewinnen Konsolidierungsbedarf gebe. Daher könnte die Gemeinschaftswährung in den nächsten Tagen wieder leicht unter Druck geraten. Falls jedoch keine negativen Nachrichten aus der Eurozone kämen, dürfte der Aufwärtstrend mittelfristig anhalten und der Euro möglicherweise bis auf 1,35 Dollar steigen, sagte Sachs. Eine Gefahr sieht er jedoch in den Ende Februar anstehenden Wahlen in Italien und der noch nicht erfolgten Einigung auf ein Hilfspaket für Zypern.

 

    Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83010 (0,83025) britische Pfund (EUR/GBP), 117,06 (118,04) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2359 (1,2358) Schweizer Franken (EUR/CHF) festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1676.25 (1.680,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.890,00 (39.770,00) Euro./jsl/bgf/he

 

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,09820,0007
0,06
Japanischer Yen116,69000,2400
0,21
Britische Pfund0,8351-0,0018
-0,22
Schweizer Franken1,08360,0002
0,02
Russischer Rubel71,12570,3298
0,47
Bitcoin605,36005,7600
0,96
Chinesischer Yuan7,3486-0,0090
-0,12

Heute im Fokus

DAX geht stabil ins Wochenende -- Wall Street freundlich -- PayPal-Deal mit Visa -- ElringKlinger kassiert Prognose -- Starbucks, Boeing, AMD im Fokus

Teile ehemaliger Bilfinger-Sparte offenbar wieder zum Verkauf. Rekordtransfer: Schürrle-Wechsel zum BVB offiziell. Gewinneinbruch bei American Airlines. GE punktet mit Energie und Luftfahrt. VW-Konzern setzt in Südkorea Verkauf von 79 Modellen aus. Heideldruck-Chef Linzbach verlässt Unternehmen. EZB-Vertreter: Probleme italienischer Banken lösbar.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Die wertvollsten Marken 2016
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?