Devisen: G7-Statement zu Wechselkursen gibt Euro Auftrieb
Die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 wollen einen Währungskrieg verhindern, bei dem Wechselkurse gezielt zugunsten von Exporteuren geschwächt werden. Die Geld- und Fiskalpolitik werde sich weiter an der Binnenwirtschaft orientieren und ziele nicht auf die Wechselkurse ab, heißt es in einer gemeinsam veröffentlichten Mitteilung. Am Markt profitierte vor allem der Euro von dem Bekenntnis zu freien Wechselkursen. Nachdem EZB-Präsident Mario Draghi in der Vorwoche verbal gegen den Euro-Höhenflug interveniert hatte, scheint eine gezielte Schwächung nun wieder unwahrscheinlicher.
Darauf ließen auch Aussagen von EZB-Vizechef Vitor Constancio am Rande einer Konferenz in Helsinki schließen. Er erwarte keine großen Veränderungen der makroökonomischen Projektionen der EZB im nächsten Monat, sagte Constancio. Damit würde es auch keinen akuten Anlass für Zinssenkungen geben, die tendenziell den Euro schwächen. Wichtige Konjunkturdaten werden im weiteren Handelsverlauf nicht veröffentlicht. Mit Spannung wird eine Rede von EZB-Präsident Draghi in Madrid erwartet./hbr/bgf


