10.12.2012 09:36
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AUD/USD: China treibt den Australischen Dollar nach oben

Der Australische Dollar („Aussie“) ist dann besonders gefragt, wenn die Risikobereitschaft an den Märkten steigt.
Das liegt an seiner Eigenschaft als beliebte Anlagewährung. Und dafür gibt es gute Gründe: Australien profitiert seit langem vom Aufschwung in China und in ganz Ostasien. Das Land versorgt die ganze Region mit Rohstoffen wie Eisen, Kohle und Industriemetallen, die für den Industrialisierungsprozess nötig sind. Für Australiens Regierung bedeutet dies aber nicht nur sprudelnde Einnahmen und solide Staatsfinanzen, sondern die Zinsen müssen auch relativ hoch liegen, um den Inflationsdruck durch das zuströmende Kapital einzudämmen. Und die hohen Zinsen sind es, die ausländische Anleger vor allem in den Aussie locken.

Notenbank senkt den Leitzins

Auch jetzt ist der Leitzins trotz der Senkung der Notenbank am 4. Dezember mit 3,00 Prozent immer noch einer der höchsten in den Industrieländern. Die Währung ist zwar hoch bewertet und weitere Zinssenkungen sind nicht ausgeschlossen, aber der Australische Dollar dürfte trotzdem in den nächsten Monaten stark gefragt sein. Das liegt vor allem an der derzeit in China festzustellenden Konjunkturerholung. Die Nachfrage nach Rohstoffen zieht wieder an. Die Aufwertung des Aussie wird sich daher fortsetzen, daran können auch die jüngsten Drohgebärden des Notenbankchefs, der auch eine direkte Intervention am Devisenmarkt nicht ausschließt, nichts ändern.

Fazit

Charttechnisch hat AUD/USD die seit Mitte 2011 bestehende Abwärtstrendlinie gebrochen und nimmt nun den Widerstand bei 1,0500 USD ins Visier. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie verläuft etwa bei 1,0400 USD. Bei einem deutlichen Bruch des Widerstands bei 1,0500 USD wird der Wechselkurs das Jahreshoch bei 1,0800 USD in Angriff nehmen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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