18.03.2013 10:16
Bewerten
(0)

Britisches Pfund wieder auf Erholungskurs!

Devisen-Trader Kolumne: Britisches Pfund wieder auf Erholungskurs! | Nachricht | finanzen.net
Devisen-Trader-Kolumne
Detlef Rettinger
DRUCKEN
Am Devisenmarkt war es in den letzten Wochen wieder einmal wie so oft: Der Trend wurde so lange geritten, bis er endgültig tot war.
Und der Trend der letzten Wochen war die Aufwertung des Dollars vor dem Hintergrund der sich erholenden US-Wirtschaft. Dabei legte der Greenback nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber Währungen wie dem Australischen Dollar und dem Britischen Pfund kräftig zu. Da hier über das Ziel hinausgeschossen wurde, genügten schon relativ unbedeutende Meldungen, um eine Gegenbewegung hervorzurufen.

Australischer Dollar mit Gegenbewegung

In Australien waren dies in dieser Woche besser als erwartete Arbeitsmarktdaten. Dadurch nahmen die Spekulationen über weitere Zinssenkungen durch die Reserve Bank of Australia ab und AUD/USD stieg auf den höchsten Stand seit Anfang Februar. Der Wechselkurs bleibt damit zumindest in seinem seit Mitte 2012 bestehenden Seitwärtstrendkanal zwischen 1,0150 und 1,0600 USD. Bei EUR/AUD ist das etwas anders; hier dominiert die Kursentwicklung des Euros und die Erholung bei EUR/USD am Freitag ließ auch diesen Wechselkurs zumindest zeitweise steigen. Allerdings besteht auch hier mittelfristig eine Seitwärtstendenz.

GBP/USD vor Turnaround?

Etwas spannender ist die Situation beim Pfund. Die britische Währung erlebte gegenüber dem US-Dollar in den letzten Wochen einen heftigen Absturz auf das tiefste Kursniveau seit Mitte 2010. Hintergrund waren neben den guten US-Daten die eher schwachen Konjunkturzahlen aus Großbritannien. Auch dieser Rückgang war meiner Ansicht nach übertrieben. Zum Wochenschluss wurde es auch dem Vorsitzenden der Bank of England, Mervyn King, zu bunt: Er betonte, dass die Notenbank nicht an einem schwachen Pfund interessiert sei. Vor allem aber gibt es seiner Ansicht nach wirtschaftlich gesehen Hoffnung, „dass sich die Dinge zum Besseren wenden“. Das genügte, um eine kräftige Gegenrallye bei GBP/USD auszulösen.

Fazit

Noch ist mittelfristig gesehen der charttechnische Abwärtsdruck bei GBP/USD nicht beendet, aber die kurzfristige Kurserholung kann bis zum Widerstand bei 1,5350 USD weitergehen. Bei EUR/GBP ist die Aufwärtsbewegung anscheinend beendet, der charttechnische Widerstand bei 0,8750 GBP war zu stark. Es ist aber noch zu früh, hier auf eine Gegenbewegung zu setzen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,18930,0003
0,03
Japanischer Yen133,94350,4135
0,31
Pfundkurs0,88090,0000
0,00
Schweizer Franken1,15780,0044
0,38
Russischer Rubel69,33100,1529
0,22
Bitcoin3263,8701-0,5999
-0,02
Chinesischer Yuan7,83920,0221
0,28

Heute im Fokus

DAX startet im Plus -- Asiens Börsen in Grün -- Apple räumt Problem neuer Watch ein -- Warren Buffett: US-Aktien zu shorten ist ein Spiel in dem man nur verlieren kann -- Air Berlin im Fokus

MorphoSys-Aktie mit Rückenwind: Zahlung aus Janssen-Zusammenarbeit erhalten. Berlin favorisiert 'offenbar' Fusion von Commerzbank und BNP Paribas. Talanx setzt Fragezeichen hinter Gewinnprognose 2017. AMD-Aktien steigen kräftig: Angebliche Kooperation mit Tesla.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Bitcoin Group SEA1TNV9
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
GeelyA0CACX
thyssenkrupp AG750000
TeslaA1CX3T
UniperUNSE01
BASFBASF11
EVOTEC AG566480